Aktualisiert 26.03.2020 17:54

LuzernLuzern bietet Corona-Tests neu im «Drive-in» an

In Luzern können ab Mittwoch bei der Kantonsschule Alpenquai Corona-Tests vom Auto aus gemacht werden.

Luzern startet mit dem ersten Schweizer Drive-in für Coronavirus-Tests. (Video: Keystone/SDA)

Der Kanton will mit diesem Drive-in-Corona-Test bei der Kantonsschule Alpenquai in Luzern die Testkapazitäten erhöhen. Massentests für alle ohne ärztliche Vorabklärung soll es dort aber nicht geben.

Wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte, werden zu dem Drive-in-Test nur Personen zugelassen, die von einem Arzt überwiesen werden. Sie können mit dem Auto vorfahren, und eine Spitex-Mitarbeiterin wird durch das geöffnete Fenster einen Rachenabstrich machen. Die möglicherweise mit dem Coronavirus infizierte Person muss das Fahrzeug nicht verlassen.

«Erste grössere Testmöglichkeit ausserhalb Spitäler»

Dieses Vorgehen ermögliche einen optimalen Einsatz von Personal und Material, teilte die Staatskanzlei mit. Eine Gesundheitsfachperson könne bis zu zehn Tests pro Stunde abnehmen statt wie bislang nur einen. Die Staatskanzlei schreibt von der «ersten grösseren stationären Testmöglichkeit ausserhalb der Spitäler».

Gleichzeitig wird das Ansteckungsrisiko für das medizinische Personal reduziert, dies, weil die möglicherweise infizierte Person im Auto bleibt und die Tests ausserhalb eines Spitals durchgeführt werden.

In einem nahegelegenen Labor werden die Abstriche ausgewertet. Damit könne die Zeit bis zum Vorliegen eines Testresultats um bis zu einen Tag verkürzt werden, heisst es in der Mitteilung.

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In Luzern können ab Mittwoch bei der Kantonsschule Alpenquai Corona-Tests vom Auto aus gemacht werden. In Schwetzingen, Baden-Württemberg, wird dies zum Beispiel schon seit dem 18.3. so gehandhabt.

In Luzern können ab Mittwoch bei der Kantonsschule Alpenquai Corona-Tests vom Auto aus gemacht werden. In Schwetzingen, Baden-Württemberg, wird dies zum Beispiel schon seit dem 18.3. so gehandhabt.

uwe Anspach
Auch in Mechernich, Nordrhein-Westfalen, geht man so vor: Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes reicht einem Patienten mit einer Greifzange ein Probenröhrchen für einen Corona-Test aus einem Drive-In-Schalter an. Die Stadt Mechernich hat in einer ehemaligen Burger King-Filiale eine Drive-In-Teststation für das neuartige Virus eingerichtet.

Auch in Mechernich, Nordrhein-Westfalen, geht man so vor: Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes reicht einem Patienten mit einer Greifzange ein Probenröhrchen für einen Corona-Test aus einem Drive-In-Schalter an. Die Stadt Mechernich hat in einer ehemaligen Burger King-Filiale eine Drive-In-Teststation für das neuartige Virus eingerichtet.

Marius Becker
An einem Schalter werden dort Proben entgegengenommen, die sich Menschen im Auto selber mit einem Teststäbchen und einem Röhrchen entnehmen können.

An einem Schalter werden dort Proben entgegengenommen, die sich Menschen im Auto selber mit einem Teststäbchen und einem Röhrchen entnehmen können.

Marius Becker

(sda)

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