Super League: Luzern gegen GC chancenlos
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Super LeagueLuzern gegen GC chancenlos

Die Grasshoppers treten im Spiel gegen den FC Luzern überlegen auf und gewinnen verdient 2:0. Thun dreht die Partie und besiegt die Young Boys im Berner Derby 2:1.

Dank des 2:0 gegen Luzern starten die Grasshoppers mit dem sechsten Sieg in Folge ins zweite Meisterschaftsviertel. Während die Hoppers nach zehn Runden die ersten Verfolger des Leaders aus St. Gallen sind, kämpfen die Luzerner auch unter Ryszard Komornicki verzweifelt um den Anschluss an die Ränge im Mittelfeld. Zwischen den beiden Teams klafft nicht nur punktemässig (nunmehr 17 Zähler Differenz) ein grosser Unterschied.

Es dauerte bis zur 57. Minute, ehe Toko Bundebele das klar überlegene Heimteam in Führung brachte. Der defensive Mittelfeldspieler schloss eine Kombination über mehrere Stationen mit einem Flugkopfball ab. Eine Viertelstunde später nahm Michael Langs wunderbares Weitschuss-Tor Luzern den letzten Funken Hoffnung und verlief den Grasshoppers einen weiteren Schub Selbstvertrauen. Seit mittlerweile 540 Minuten ist die Mannschaft von Uli Forte ohne Gegentor. Sie darf im Hinblick auf das Spitzenspiel gegen St. Gallen vom kommenden Montag den besten Lauf eines GC-Equipe seit dem Saisonstart 2002/03 geniessen.

Thun gewinnt Berner Derby

Das zweite Berner Derby der Saison gewinnt der FC Thun. Beim 2:1 gegen die Young Boys stechen die beiden Trümpfe des Thuner Trainers Bernard Challandes.

Bis zur 68. Minute lag Thun im kantonalen Kräftemessen 0:1 und vor den eigenen Fans zurück. Raphael Nuzzolo hatte die Young Boys eher entgegen dem Spielverlauf in Führung gebracht. Keine vier Minuten später glich Anatole Ngamukol das Geschehen aus. Der aussergewöhnlich schnelle Stürmer aus Frankreich profitierte auf dem Weg zum 1:1, seinem bereits vierten Saisontor, von einer weiten Flanke von Marco Schneuwly in den Rücken der Abwehr. Die Stellungsfehler der YB-Abwehr erinnerten stark an den ersten Europa-League-Auftritt gegen Liverpool (3:5).

Das Thuner Glück zum ersten Derbysieg seit über acht Jahren machten dann zwei «Joker» perfekt. Challandes hatte in der Schlussphase Mathieu Salamand (79.) und Renato Steffen (83.) eingewechselt, drei Minuten vor Schluss gelang Salamand auf spektakuläre Weise der Siegtreffer. Mit dem Rücken zum Tor stehend verwertete der Franzose Steffens Hereingabe per Absatz und gegen die Laufrichtung von YB-Goalie Marco Wölfli zum 2:1. Thuns Rehabilitierung nach vier Niederlagen in den letzten fünf Partien und dem 0:3 im ersten Derby im Stade de Suisse gelang also zum bestmöglichen Zeitpunkt.

Grasshoppers - Luzern 2:0 (0:0)

Letzigrund. - 5400 Zuschauer. - SR Wermelinger.

Tore: 57. Toko (Ben Khalifa) 1:0. 72. Lang (Ben Khalifa) 2:0.

Grasshoppers: Bürki; Lang, Vilotic, Grichting, Pavlovic; Salatic; Hajrovic (82. Feltscher), Toko (75. Paiva), Xhaka (82. Abrashi), Zuber; Ben Khalifa.

Luzern: Zibung; Sarr, Stahel, Puljic, Lustenberger; Wiss (61. Hyka), Muntwiler; Gygax (77. Thiesson), Hochstrasser, Andrist; Rangelov (58. Winter).

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Adili, Coulibaly und Hossmann (alle verletzt), Luzern ohne Bento, Lezcano, Renggli, Ruiz und Sorgic (alle verletzt). 40. Kopfball von Vilotic an die Latte. Keine Verwarnungen.

Thun - Young Boys 2:1 (0:0)

Thun-Arena. - 7022 Zuschauer. - SR Carrel.

Tore: 68. Nuzzolo (Bobadilla) 0:1. 72. Ngamukol (Marco Schneuwly) 1:1. 87. Salamand (Steffen) 2:1.

Thun: Faivre; Lüthi, Reinmann, Ghezal, Schirinzi; Bättig, Demiri; Ngamukol (89. Maniére), Krstic (79. Salamand), Ferreira (82. Steffen); Marco Schneuwly.

Young Boys: Wölfli; Sutter, Nef, Ojala, Raimondi; Zverotic; Zarate (86. Martinez), Christian Schneuwly (66. Frey), Farnerud, Nuzzolo (77. Vitkieviez); Bobadilla.

Bemerkungen: Thun ohne Bigler, Cassio, Hediger, Schindelholz, Zuffi (alle verletzt) und Wittwer (gesperrt), Young Boys ohne Bürki, Doubai , Simpson und Spycher (alle verletzt). 47. Lattenschuss von Krstic. 62. Lattenschuss von Schirinzi. Verwarnungen: 41. Schirinzi. 58. Christian Schneuwly. 71. Nef. 83. Bobadilla (alle wegen Fouls).

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(si)

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