Luzern geht gegen Besäufnisse vor
Aktualisiert

Luzern geht gegen Besäufnisse vor

Der Stadtrat von Luzern will gegen Saufgelage und Alkoholismus bei Jugendlichen vorgehen: Zur Diskussion steht auch ein Verkaufsverbot von Alkohol im Bahnhof.

Gestern informierte der Stadtrat, wie er gegen legale und illegale Suchtmittel vorgehen will. Dabei hat er besonders den Alkoholkonsum bei Jugendlichen im Auge, der immer mehr Probleme bereite. Der Stadtrat prüft deshalb ein Verkaufsverbot für Alkohol im Luzerner Bahnhof von 21 bis 7 Uhr. «Diese Massnahme wäre sicher wirkungsvoll», sagt Paolo Hendry, Stabsmitarbeiter der Sozialdirektion. Die Stadt führt deshalb Gespräche mit der RailCity. «Die Situation wird derzeit eingehend geprüft», bestätigt SBB-Mediensprecherin Rahel Koerfgen.

Bei den Geschäften im Bahnhof ist man derweil wenig begeistert und nicht überzeugt, dass dem steigenden Alkoholkonsum von Jugendlichen so entgegengewirkt werden kann: «Bei einem zeitlich eingeschränkten Verbot kaufen Jugendliche den Alkohol einfach vorher», sagt Stop&Shop-Geschäftsführer Ernest Abouchar. Bei Drinks of the World fordert man einen anderen Ansatz: Marketingleiter Fritz Luchsinger will diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die den Alkohol kaufen und an Minderjährige weitergeben.

Anne-Käthi Kremer

Fixerraum soll bleiben

Die Initiative «Kein Fixerraum in Wohnquartieren» kommt erneut vors Volk. Das gab die Stadt an ihrer gestrigen Medienkonferenz bekannt. Aufgrund eines externen Rechtsgutachtens ist die vor einem Jahr für ungültig erklärte Volksinitiative nun doch gültig. Abstimmungstermin ist wohl der 24. Februar. Der Stadtrat empfiehlt, die Vorlage abzulehnen. Bei einem Ja würde der Probebetrieb im Geissmättli abgebrochen.

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