Aktualisiert 17.08.2010 18:43

Neue Ideenwerkstatt

Luzern geht kreative Wege

An der Hochschule Luzern wird derzeit das erste Fablab der Schweiz eingerichtet: In der öffentlichen Werkstätte kann jeder seine Ideen und Konzepte umsetzen.

von
Lukas Nef
So wie in diesem holländischen Fablab soll es bald auch in Horw aussehen. (Bild: flickr/tonz/protospace)

So wie in diesem holländischen Fablab soll es bald auch in Horw aussehen. (Bild: flickr/tonz/protospace)

Das schweizweit erste Fabrikationslabor Fablab wird derzeit in Horw aufgebaut. Die Halle ist mit computergesteuerten 3-D-Fräsmaschinen, modernen Lasercuttern, Vinyl-Schneidermaschinen und neuen Modellbaufräsen ausgestattet. «Damit lassen sich rasch eigene Ideen für neue Produkte und Gegenstände in Prototypen verwandeln», sagt Fablab-Manager Roman Jurt. Wer etwa eine Lampe oder ein Sofa bauen will, der kann dies dort tun.

«Dabei wird man von Coaches bei der Bedienung der Maschinen unterstützt», so Jurt. Weltweit existieren bereits 45 solcher Ateliers. Die Palette der Ideen stammt etwa von Jugendlichen aus amerikanischen Vorstädten, die selbst Schmuck herstellen und per In­­ternet verkaufen, oder von nor­­wegischen Fischern, die GPS-Geräte für Boote produzieren.

Laut Projektleiterin Simone Schweikert können Projekte auch via Videokonferenz über Kontinente hinweg gemeinsam vorangetrieben und weiterentwickelt werden. Nach einer Testphase dürfen Studierende, Private oder Firmen ab dem Semesterstart im Herbst das Fablab nutzen. Das Projektbudget für die ersten zwei Jahre beträgt 650 000 Franken.

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