Aktualisiert 25.09.2014 17:42

Winteruniversiade

Luzern hofft auf riesigen Wintersport-Event

Luzern bringt sich ins Rennen um die Austragung der Winteruniversiade 2021. Der Wintersport-Grossanlass wäre eine grosse Chance für den Tourismus und den Hochschulstandort Luzern.

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msa/sda
Eiskunstlauf ist eine der Disziplinen der Winteruniversiade. Hier das russische Team an der Winteruniversiade 2007 in Turin.

Eiskunstlauf ist eine der Disziplinen der Winteruniversiade. Hier das russische Team an der Winteruniversiade 2007 in Turin.

Der Kanton Luzern hegt Ambitionen, sich für die Winteruniversiade zu bewerben: Der Regierungsrat unterstützt die Idee, den Anlass in der Zentralschweiz durchzuführen. Die Winteruniversiade sind die Weltsportspiele der Studenten. Es nehmen jeweils rund 3000 Sportler teil. Begleitet werden sie von 800 Betreuern, bis zu 200 Journalisten und 2000 freiwilligen Helfern. «Damit ist die Winteruniversiade der zweitgrösste Wintersport-Event überhaupt», teilte der Kanton Luzern am Donnerstag mit. Der Anlass findet alle zwei Jahre statt und umfasst die Disziplinen Ski Alpin, Ski Nordisch, Eiskunstlauf, Eishockey, Shorttrack, Biathlon, Snowboard und Curling.

Ausgezeichnete Ausgangslage

«Wir sind begeistert von Luzern und glauben, dass die Kandidatur auch im internationalen Wettbewerb grosse Chancen hätte», sagte Leonz Eder, Geschäftsführer des Schweizer Hochschulsport-Verbandes, auf Anfrage. Für die Austragung der Olympischen Jugendspiele 2020 hatte die Zentralschweiz bereits ein «ausgezeichnetes Dossier» ausgearbeitet, auf welchem die Winteruniversiade-Kandidatur aufbauen könnte. Die Zentralschweiz verlor damals den Zuschlag an Lausanne. Laut Eder werde sich diesmal aber keine andere Region bewerben, sofern Luzern sein Bewerbungsdossier einreicht.

Ausserdem sei die Winteruniversiade touristisch höchst interessant, weil bis zu 3000 Sportler im Alter von 17 bis 28 Jahren in die Zentralschweiz reisen würden. Unter ihnen seien viele Asiaten, US-Amerikaner und Kanadier. «Eine attraktive Zielgruppe», betont Eder. Zudem könnte sich die Zentralschweiz mit dem Event als Hochschulstandort positionieren. Von Vorteil ist, dass die Anlagen für die Sportarten bereits vorhanden sind. So würden Eishockeyspiele in Luzern und Zug ausgetragen und Ski Alpin etwa im Gebiet Stoos. Eder, der auch Vizepräsident der International University Sports Federation ist, hält sich zurzeit für das Head of Delegation-Meeting in Granada auf, wo die nächste Winteruniversiade 2015 stattfinden wird, um dort zu rekognoszieren. In Luzern würden diese Spiele dann in sieben Jahren stattfinden.

Bund soll sich finanziell beteiligen

Die Durchführung in Luzern würde rund 24 Millionen Franken kosten, die der Kanton aber nicht alleine tragen will. Die Luzerner Regierung macht ihr weiteres Engagement denn auch von einem «klaren Bekenntnis des Bundes zur Durchführung der Winteruniversiade und der Zusicherung eines bedeutenden finanziellen Beitrags» abhängig, wie Regierungsrat Guido Graf mitteilte. Erwin Roos, Sekretär des Gesundheits- und Sozialdepartements, sagte auf Anfrage: «Wenn der Bund die Winteruniversiade finanziell unterstützt und der Beitrag stimmt, wird der Vorschlag an die Zentralschweizer Regierungskonferenz gehen.»

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