Drehbeginn im April: Luzern ist der neue «Tatort»-Schauplatz
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Drehbeginn im AprilLuzern ist der neue «Tatort»-Schauplatz

Riesenerfolg für die Filmstadt Luzern: SF dreht ab April die neuen Folgen der erfolgreichen Krimiserie «Tatort» am Vierwaldstättersee. Das Schweizer Fernsehen hat die Region um Luzern als Schauplatz für die neuen Schweizer «Tatort»-Folgen gewählt.

von
Markus Fehlmann
Chefermittler Stefan Gubser wird künftig in Luzern auf Verbrecherjagd gehen. (Bildmontage/SF)

Chefermittler Stefan Gubser wird künftig in Luzern auf Verbrecherjagd gehen. (Bildmontage/SF)

«Wir wollten eine Stadt, die die Schönheiten der Schweiz an einem Ort zusammenbringt», so SF-Sprecher Marco Meroni. Luzern erfülle dies mit den Bergen, dem See und der schönen Stadtkulisse optimal.

Der Zuschlag bestätigt laut Stadtpräsident Urs W. Studer die Strategie, Luzern als Film- und Fernsehstadt zu positionieren: «Luzern bekommt die Chance, zur besten Sendezeit der bekanntesten deutschsprachigen Krimiserie als Plattform zu dienen.»

Auch für Tourismusdirektor Marcel ­Perren ist der «Tatort» eine Riesensache: «Solche Produktionen haben einen grossen, positiven Effekt auf die Touristenzahlen.» Das Potenzial ist gewaltig: Die Luzerner Episoden werden auch in Deutschland und ­Österreich ausgestrahlt – durchschnittlich bringt «Tatort» rund acht Millionen Zuschauer vor den Bildschirm.

Die erste Folge wird noch diesen Herbst zu ­sehen sein, danach sollen jährlich zwei Episoden in Luzern gedreht werden.

Die Rolle des Chefermittlers übernimmt der Zürcher Schauspieler Stefan Gubser (53), der vor Jahren für Dreharbeiten schon einmal in Weggis war. «Ich liebe die Innerschweiz und freue mich riesig, dass der ‹Tatort›-Dreh in Luzern stattfindet», so Gubser zu 20 Minuten.

Lesen Sie auch bei unserem deutschen Partner stern.de: Tatort - Die TV-Kultreihe und ihre Kommissare

SF: Zu wenig Geld für Sommerserie

Trotz zunehmender Konkurrenz war das Schweizer Fernsehen 2009 der meist­gesehene Sender der Deutschschweiz, wie es an der gestrigen Jahresmedienkonferenz in Zürich hiess. Trotzdem: Für eine grosse Sommerserie wie «Alpenfestung – Leben im Réduit» fehlt SF dieses Jahr das Geld. Dafür sollen günstiger produzierte ­Formate für Gesprächsstoff sorgen. So zum Beispiel die jüngst angekündigte Doku-Soap mit geistig Behinderten.

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