Aktualisiert 18.07.2016 14:11

Pokémon Go

Luzern ist die Pokémon-Hauptstadt der Schweiz

Die Schweiz ist im Pokémon-Fieber. Allen voran die Luzerner: Ihre Pokémon Go-Gruppe auf Facebook hat mehr Fans als die von Bern, Genf und Zürich zusammen.

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bus
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Am vergangenen Wochenende hat in Luzern bereits ein erstes «Pokémon Go»-Treffen mit über vierzig Teilnehmern stattgefunden.

Am vergangenen Wochenende hat in Luzern bereits ein erstes «Pokémon Go»-Treffen mit über vierzig Teilnehmern stattgefunden.

Pokémon Go Luzern
Auch unter der Woche scheint die Jagd nach virtuellen Monstern in Luzern besonders beliebt zu sein.

Auch unter der Woche scheint die Jagd nach virtuellen Monstern in Luzern besonders beliebt zu sein.

Sandro Bucher
Ob vor dem KKL...

Ob vor dem KKL...

Sandro Bucher

Das Handy-Game von Nintendo hat die Welt im Sturm erobert. Als Folge davon irren derzeit Millionen Menschen mit ihren Smartphone durch die Strassen der Welt, ständig auf der Suche nach virtuellen Monstern, die vor den Handybildschirmen herumhüpfen und darauf warten, gefangen zu werden.

«Pokémon Go» heisst das Spiel und ist das Thema der Stunde. So auch im Kanton Luzern, der sich mit seiner Facebook-Gruppe als Pokémon-Zentrum der Schweiz ausweist.

«Mega heftig, was hier abgeht»

Gegründet wurde die Facebook-Gruppe am 9. Juli – inzwischen hat sie bereits rund 1300 Fans. Damit hat die Facebook-Gruppe «Pokémon Go Luzern» bereits mehr Anhänger als die entsprechenden Seiten für Bern, Genf und Zürich zusammen. In der Gruppe geben sich die Luzerner Monster-Jäger gegenseitig Tipps, vergleichen ihre gesammelten Pokémon und zeigen, an welchen Orten sie auf besonders seltene Kreaturen gestossen sind. Auch haben bereits Treffen in der Stadt Luzern stattgefunden, an denen über vierzig Leute teilgenommen haben.

«Es ist mega heftig, wie viele Menschen innert kürzester Zeit auf die Gruppe gestossen sind», sagt die Administratorin, die anonym bleiben möchte. «Und alles verläuft unglaublich friedlich. Die Fans tauschen sich aus, helfen einander und teilen ihre Erfahrungen.»

Warum die kleinen Monster ausgerechnet die Luzerner Herzen im Sturm erobern, kann sie sich auch nicht erklären: «Bei allen spürt man einfach die Nostalgie. Wer das Spiel schon in den 90er-Jahren gespielt hat, hat unglaublich Spass daran.»

Pokémon-Fieber rund ums Seebecken

Besonders in der Stadt selbst ist der Pokémon-Hype enorm. Das zeigt sich an der Dichte der sogenannten Lockmodule. Lockmodule kann man an ausgewählten Orten einsetzen, um die Pokémon dreissig Minuten lang an diesen Platz zu locken. Spieler in der Nähe profitieren auch davon.

Die sogenannten «Pokéstops» rund um das Luzerner Seebecken sind fast zu jeder Stunde mit diesen Lockmodulen ausgestattet. Ob auf dem Schwanenplatz, dem Kapellplatz, der Kapellbrücke oder am Bahnhof und vor dem KKL: ständig trifft man neben den Touristen neuerdings auch auf Luzerner, die die Minimonster jagen, sammeln und gegeneinander kämpfen lassen.

Wandertag mit über 100 Trainern

Die Administratorin der Luzerner Facebook-Gruppe hat derzeit noch eine sehr kleine Sammlung an Pokémon: «Wegen dem enormen Interesse der Luzerner Pokémon-Trainer fülle ich die Seite immer wieder mit Inhalten. Deshalb bin ich in den letzten Tagen kaum dazu gekommen, selbst auf die Jagd zu gehen.»

Das könnte sich jedoch schon bald ändern: Am Sonntag, 31. Juli, trifft sich die Gruppe zum ersten Pokémon-Wandertag durch Luzern. Bereits haben sich 100 Interessierte angemeldet, 400 weitere haben Interesse.

Das Spielprinzip:

Der Spieler muss sich in der realen Welt bewegen, um auf dem Handybildschirm kleine Monster, die sogenannten «Pokémon», zu finden und zu fangen. Mit diesen kann man nachher um die Vorherrschaft von Orten kämpfen, die im Spiel «Arenas» heissen. Die Monster werden dabei in die Welt eingebettet, die man gerade vor seiner Smartphone-Kamera hat. So sieht es aus, als würden die Pokémon in der realen Welt auftauchen. (the)

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