Aktualisiert 10.10.2016 10:01

Neue Clubs und BarsLuzern ist im Latin-Fieber

Die lateinamerikanische Kultur breitet sich in Luzern immer mehr aus. Gleich zwei neue Clubs setzen auf Latin-Musik. Nun kommt auch noch ein mexikanisches Restaurant dazu.

von
bat
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Luzern wird vom Latin-Fever gepackt: Ende Oktober öffnet an der Frankenstrasse das Restaurant «The Mexican».

Luzern wird vom Latin-Fever gepackt: Ende Oktober öffnet an der Frankenstrasse das Restaurant «The Mexican».

gwa
Die ehemalige Bar Berlin wurde zu El Barrio: Dort gibts seit Oktober viel Latinmusik.

Die ehemalige Bar Berlin wurde zu El Barrio: Dort gibts seit Oktober viel Latinmusik.

gwa
Auch kürzlich umgestaltet wurde das ehemalige Loft. Der Club heisst nun El Cartel.

Auch kürzlich umgestaltet wurde das ehemalige Loft. Der Club heisst nun El Cartel.

Tino Scherer

Leidenschaftlich, feurig und ausgelassen. Dies zeichnet unter anderem die lateinamerikanische (Tanz)-Kultur aus. Und offenbar wollen sich immer mehr Luzerner von diesem Latin-Fieber infizieren lassen. In den letzten vier Monaten haben mit dem Club «El Cartel» und der Bar «El Barrio» gleich zwei Lokale geöffnet, in denen zu Latin-Musik getanzt und gefeiert werden kann. Nun öffnet Ende Oktober auch noch ein mexikanisches Restaurant.

Auf lateinamerikanische Kulinarik setzt das neue Lokal «The Mexican Bar & Food». Ab dem 31. Oktober kann dort mexikanisches Essen genossen werden. «Es wird kein traditionell mexikanisches Restaurant sein, wie man es bis jetzt in der Schweiz kennt», sagt Geschäftsführerin Hülya Sezer. Vielmehr sei «The Mexican» eine Bar, in der man fein essen und die dazu passenden Cocktails trinken kann.

Sezer glaubt, dass dieses Konzept in Luzern gut funktionieren wird. «Das Lateinamerikanische kommt in der Schweiz gut an. Die mexikanische Küche ist zwar exotisch, entspricht dennoch dem europäischen Gaumen.» Auch in Lateinamerika habe sich die Gastronomie entwickelt. In den letzten zehn Jahren sei in diesem Bereich in der Schweiz jedoch nicht viel passiert. «Wir sind überzeugt, dass wir unsere Gäste überzeugen werden.»

Latin in den Charts erfolgreich

Seit gut vier Monaten setzt auch der Luzerner Club «El Cartel», ehemals «Loft»-Club, auf die Latin-Karte. Gemäss dem Clubbetreiber Pascal Apostol hat sich das Konzept bis jetzt bewährt. «Latin liegt klar im Trend. Man muss sich nur mal die Charts anschauen. Dort sind viele Latin-angehauchte Lieder in den Top Ten», sagt Apostol. Auch würden immer mehr Hip-Hop-Künstler Latin-Elemente in ihre Lieder aufnehmen. «Diese Musik ist sehr rhythmisch und deshalb auch gut tanzbar. Das kommt bei den Gästen gut an», sagt Apostol. So sei die Stimmung im Club äusserst ausgelassen. «Die Leute singen die Lieder mit. Das gibt es nicht in vielen anderen Clubs.»

Laut Apostol treffen sich im «El Cartel» unterschiedliche Nationalitäten, darunter auch viele Latinos und Latinas. «Wir konnten aber auch unser Stammpublikum behalten.» Apostol glaubt, dass noch der eine oder andere Club dem Latin-Trend folgen wird. «Wir haben eine Vorreiter-Rolle gespielt und wurden dafür bis jetzt belohnt. Obwohl wir keine grosse Kampagne gefahren sind.»

Trend spürt auch der Gastro-Präsident

Dass die lateinamerikanische Kultur in der Zentralschweiz immer beliebter ist, spürt auch Ruedi Stöckli, Präsident von GastroLuzern. «Das haben wir durchaus wahrgenommen. Das Lateinamerikanische ist dem Schweizer offenbar sympathisch», sagt Stöckli. «Sie sind offen und freudig. Das kommt an.» Ausserdem habe es in der Schweiz auch viele Gastarbeiter, die aus lateinamerikanischen Ländern wie Brasilien stammen. «Für die sind solche Lokale und Clubs natürlich besonders spannend.»

Stöckli glaubt, dass es durchaus noch einige solche Lokale in der Zentralschweiz vertragen wird. «Ich glaube aber nicht, dass sie sich so ausbreiten werden wie damals zum Beispiel die Pizzerias.» Dafür seien sie dann doch zu exotisch. «Die Frage ist auch, wie lange sich diese Lokale behaupten können. Heute, gerade in der Club- und Barszene, wollen die Jungen immer wieder etwas neues entdecken. Das ist auch gut so. So gibt es eine bunte Vielfalt an Lokalen.»

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