Luzern könnte sich besser verkaufen
Aktualisiert

Luzern könnte sich besser verkaufen

Immer mehr
Touristen holen sich
Informationen über das
Internet. In der Zentral-
schweiz besteht hier
Verbesserungspotenzial.

«Für ausländische Touristen ist das Internet die wichtigste Informationsquelle», sagt Andreas Liebrich, E-Tourismus-Experte der Hochschule Luzern. Immer wichtiger würden dabei Bewertungsportale wie Tripadvisor, Holidaycheck oder persönliche Blogs. «Infos von solchen Plattformen werden von den Kunden als glaubwürdiger eingeschätzt als offizielle Informationen», so Liebrich. Hier ortet er Nachholbedarf für die Region: «Die Organisationen und Betriebe in der Zentralschweiz müssen diese Bewertungen viel mehr beachten.» Dass die Luzerner Sehenswürdigkeiten jetzt in 3-D auf Google Earth zu sehen sind, lobt Liebrich. «Der Trend wurde erkannt, dass Infos nicht nur auf der eigenen Internetseite platziert sein müssen.» Doch auch hier müssten die Zentralschweizer laut Liebrich noch mehr unternehmen und vermehrt auf Sites wie beispielsweise YouTube oder Flickr aktiv werden.

Als Vorbild im Bereich E-Marketing nennt Liebrich die kanadische Provinz Quebec, die acht Spezialisten eingestellt hat. Bei Luzern Tourismus beschäftigen sich momentan drei Personen mit dem Thema. «Wir treiben unter Hochdruck verschiedene E-Marketing-Tools und Online-Projekte voran», sagt E-Marketing-Leiter Pascal Egli.

Markus Fehlmann

Die Zukunft: Infos vor Ort

Für den Tourismus gewinnen neben den Internetaktivitäten ortsspezifische, elektronische Dienstleistungen an Bedeutung. «Dabei geht es beispielsweise um die Bereitstellung von Infos für GPS-Handys», sagt Experte Andreas Liebrich. So könnten etwa Restaurants oder Sehenwürdigkeiten vor Ort gesucht werden. Um das Tourismusgewerbe auf dem neusten Stand zu halten, führt die Hochschule Luzern laufend Seminare durch.

Deine Meinung