Luzern: Positive SIP-Zwischenbilanz
Aktualisiert

Luzern: Positive SIP-Zwischenbilanz

Die Verantwortlichen des Pilotprojekts «SIP - Sicherheit Intervention Prävention» zur Eindämmung von Vandalismus und Belästigungen ziehen eine positive Zwischenbilanz.

Sie stellen nach Halbzeit eine bessere Zusammenarbeit aller Beteiligten fest.

In den ersten drei Monaten des halbjährigen Pilotversuchs habe das SIP-Team in über 13 000 Kontakten Gespräche geführt und Informationen abgegeben. In rund 2500 Fällen musste das SIP-Team intervenieren, teilte die Stadt Luzern am Donnerstag mit.

Die meisten Fälle betrafen die Ordnung im öffentlichen Raum. Mehr als 400 Mal intervenierten die SIP-Männer, wenn jemand Littering betrieb, also Abfall liegen liess. In 500 Fällen konnten Probleme mit Hundehaltern geschlichtet werden.

Weitere Interventionen betrafen Lärm und Ruhestörungen, Prostitution, soziale Fragen oder verbotenes Velofahren. Zudem schritt das SIP-Team ein bei Drogenkonsum und Betteln oder schlichtete Konflikte und Auseinandersetzungen.

Die bisherige Arbeit habe gezeigt, dass die Randständigen nur einen Teil der Probleme verursachen. Abfall und Lärm würden meist durch Jugendliche und junge Erwachsene verursacht. Über die Hälfte der rund 13 000 Gespräche wurden mit dieser Zielgruppe geführt.

Der Pilotversuch mit einem Budget von 290 000 Franken dauert bis November 2005. Er wird unter anderem von der Hochschule für Soziale Arbeit sowie der Polizei begleitet und ausgewertet. Erreicht er seine Ziele, wird der Stadtrat 2006 beim Parlament die definitive Einführung beantragen.

(sda)

Deine Meinung