Luzern registriert 21 Prozent mehr Sexualstraftaten

Aktualisiert

Luzern registriert 21 Prozent mehr Sexualstraftaten

Die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden verzeichneten einen hohen Anstieg bei den Vermögensdelikten sowie bei der körperlichen und sexuellen Gewalt. Die Täter sind zu 82 Prozent männlich.

2007 sind total 41 970 (2006: 43 193) Fälle eingegangen, wie die Stafuntersuchungsbehörden am Montag mitteilten. Dieser Rückgang sei nicht signifikant, er liege im Bereich der statistischen Schwankungen. Die Arbeitsbelastung sei konstant hoch. Zu Mehrbelastung habe die Einführung des revidierten Teils des Strafgesetzbuches geführt.

Einen deutlichen Anstieg von 23 Prozent auf 4636 Fälle verzeichnete man bei den Vermögensdelikten. Die Zahl wird aber relativiert durch den Umstand, dass es vor zwei Jahren eine ähnlich hohe Fallzahl gab. Die statistischen Angaben seien deshalb mit einer gewissen Vorsicht zu behandeln.

21 Prozent mehr Fälle von sexueller Gewalt

Tendenziell klar ansteigend ist im Mehrjahresvergleich die sexuelle Gewalt; sie nahm um 21 Prozent auf 392 Fälle zu. Die Delikte gegen den öffentlichen Frieden stiegen um 20 Prozent auf 456 Fälle, jene gegen Leib und Leben um 10 Prozent auf 117 Fälle.

Der Anstieg der Fälle der Jugendanwaltschaft um rund 12 Prozent auf 2460 liegt laut Mitteilung in einem allgemeinen Trend. Er ist vor allem auf Vermögens- und Strassenverkehrsdelikte sowie Widerhandlungen gegen das Übertretungsstrafgesetz zurückzuführen. 2003 waren aber weit mehr Fälle (3369) registriert worden.

Der Anteil der männlichen Delinquenten blieb gesamthaft unverändert bei 82 Prozent. Der Anteil der ausländischen Delinquenten dagegen erhöhte sich von 33 auf 36 Prozent. Die Einnahmen durch Bussen stiegen 2007 um 2 Prozent auf 8,06 Mio. Franken. (sda)

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