Luzern: Schlachthof erhitzt Gemüter
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Luzern: Schlachthof erhitzt Gemüter

Schon lange bevor das Stadtparlament auch nur über einen Projektierungskredit berät, wetzt die Rechte gegen den Kulturwerkplatz Luzern-Süd ihre Messer.

SVP-Grossstadtrat Yves Holenweger liess gestern die Öffentlichkeit wissen, sein VTS («Verein für tragbare Steuern») werde sich «mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vehement» gegen einen «zusätzlichen Luxustempel für 25 Millionen» stemmen. Das Theater solle in seinen eigenen Räumen, das Luzerner Sinfonieorchester im KKL proben. Und die Boa, die eh bloss «immer wieder zum Widerstand gegen unser Staatswesen aufruft», gehöre «ersatzlos gestrichen». Der Luzerner Steuerzahler werde auch mit den Schlachthof-Plänen «dazu verprellt, hoch defizitäre Betriebe zu finanzieren». Bereits hätten «viele Bürger» dem VTS ihre – auch finanzielle – Unterstützung zugesagt, so VTS-Vizepräsident Holenweger.

Peter Bühler, Präsident der IG Kultur: «Diese Töne kennen wir längst. Vieles vom Zeug, das dieser Herr behauptet, ist schlicht und einfach unwahr. Und gerade die SVP sollte sich vielleicht eben doch mal überlegen, was die Kultur der Stadt Luzern auch wirtschaftlich bringt.»

Herbert Fischer

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