OP-Tourismus: Luzern setzt auf gutbetuchte Ausländer
Aktualisiert

OP-TourismusLuzern setzt auf gutbetuchte Ausländer

Der Verein Lucerne Health will die Reichsten der Reichen in die Region locken. Diese sollen sich hier operieren lassen – und danach beim Wellness vor einer Traumkulisse erholen.

von
Stefanie Nopper
Gutsituierte sollen sich in der Region behandeln und verwöhnen lassen.

Gutsituierte sollen sich in der Region behandeln und verwöhnen lassen.

«Wir wollen einen Rundum-Service aus einer Hand anbieten – von der Buchungsanfrage bis zur Betreuung vor Ort», sagt Walter Stalder, Präsident von Lucerne Health. Der Verein wurde gestern vorgestellt und besteht aus Vertretern der Stadt, der Wirtschaftsförderung, dem Kanton, Kliniken, Hotels und Tourismus.

Im Fokus stehen finanzstarke Patienten aus Russland, den arabischen Ländern und China. Sie sollen sich in den hiesigen Spitälern operieren lassen und in Luxushotels residieren. «Schönheitsoperationen sind nicht ausgeschlossen – sie sind jedoch nicht als Key-Angebot der Kliniken

definiert», sagte gestern Dieter Baumgartner, Managing Director der Geschäftsstelle, auf Nachfrage. Die Betreuung der ausländischen Gäste sei kein Problem. «In den Hotels und Spitälern gibt es speziell geschultes Personal, das die Gepflogenheiten der verschiedenen Kulturen kennt und die jeweilige Landessprache der Patienten spricht.» Nach der Operation sollen die Patienten dann bei einem der zahlreichen Wellnessangebote neue Energie tanken.

Angelockt werden sollen die reichen Gäste mittels Website und Präsenz auf internationalen Gesundheitsmessen. Baumgartner: «Messen sind eine gute Plattform, um Kontakte zu Spitälern und Patientenvermittlern herzustellen.»

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