Düstere Aussichten: Luzern steuert auf riesigen Schuldenberg zu
Aktualisiert

Düstere AussichtenLuzern steuert auf riesigen Schuldenberg zu

Die Stadt Luzern weist für 2009 einen Gewinn von drei Millionen Franken aus. Der Stadtrat will trotzdem sparen – bei der Verwaltung droht gar ein Stellenabbau.

von
Guy Studer
Finanzdirektor Roth (M.) präsentierte düstere Aussichten. (gus)

Finanzdirektor Roth (M.) präsentierte düstere Aussichten. (gus)

Am Dienstag präsentierte der Luzerner Finanzdirektor Stefan Roth die Zahlen für 2009. Das Gute vorweg: Die Stadt Luzern sowie Littau haben besser abgeschlossen als budgetiert – Luzern mit gut drei Millionen Franken Gewinn, Littau mit einem Plus von einer halben Million Franken. Beide hatten mit einem Defizit gerechnet.

Doch nun folgen magere Jahre: Mit der Fusion hat Littau den städtischen Schuldenberg (2009: 62 Mio.) auf knapp 129 Millionen Franken mehr als verdoppelt. Und dieser wird laut Roth bis 2015 voraussichtlich auf rund 350 Millionen Franken anwachsen: «Allein wegen der kantonalen Steuersenkungen fallen jährlich 27 Millionen Franken weg», sagt er.

Zur Sanierung der Finanzen sind neben einem Sparpaket von 15 Millionen jährlich auch die Auflösung von angehäuften Reserven sowie höhere Erträge und die Reduktion von Investitionen vorgesehen. Die Sparmassnahmen könnten auch einen Stellenabbau bei der Verwaltung bedeuten. «Wenn die Stadt Leistungen reduziert, dann kann dies zu personellen Konsequenzen führen», so Roth.

Während bei den bürgerlichen Parteien das Sparpaket unumstritten ist, stellt die SP die ganze Finanzpolitik der Stadt in Frage. «Wenn wir das überraschend positive Ergebnis sehen, fragen wir uns, ob ein Sparpaket überhaupt nötig ist», so Dominik Durrer. Der damit verbundene Leistungsabbau und die Entlassungen würden die Falschen treffen.

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