Luzern Tourismus: Ohne Schengen keine Gäste
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Luzern Tourismus: Ohne Schengen keine Gäste

Luzerns Tourismusdirektor Urs Kamber weibelt für ein Ja bei der Schengen- Abstimmung vom 5. Juni. Ansonsten müsse Luzern auf wichtige Reisegruppen verzichten.

Luzern Tourismus zählt auf die Chinesen. Nur: «Wenn das Schengen-Abkommen abgelehnt wird, bleiben die Asiaten und andere Gruppen aus visumpflichtigen Ländern womöglich aus», befürchtet Luzerns Tourismusdirektor Urs Kamber. Er sieht im Schengen-Abkommen die grosse Chance für den Schweizer Tourismus: «Wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen wir das Schengen-Abkommen annehmen», ist sich der Fachmann sicher. Denn nur wenn sich die Schweiz dem Schengen-Raum anschliesse, könne sie vom prognostizierten Tourismuswachstum von jährlich vier Prozent profitieren.

«Die preisbewussten Gäste aus Asien sind nicht bereit, für einen Abstecher in die Schweiz zusätzlich 55 Franken für ein Visum zu bezahlen», so Kamber. Sobald in der Schweiz die gleiche Visumpolitik gelte wie in den EU-Staaten, werde sie als Reiseland attraktiver. Andernfalls würden Schweizer Destinationen aus der Europatour gestrichen. «Statt auf der Rigi Bergluft zu schnuppern, würden sich die Reisegruppen mit den italienischen oder französischen Alpen begnügen», sagt Kamber und meint: «Schöne Landschaften gibts halt auch ennet der Grenze.»

(ewi)

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