Aktualisiert 23.08.2005 11:43

Luzern: Trinkwasser wird knapp

Die Luzerner Regierung hat die Bevölkerung aufgerufen, den Gebrauch von Trinkwasser einzuschränken. Es werde allgemein knapp.

Die Versorgung auf Dauer sei nicht mehr sichergestellt. Es werde in mehreren Gemeinden knapp, so in Ebikon, Buchrain, Dierikon und Littau. Trinkwasser soll deshalb nur noch für das Nötigste gebraucht werden. Immer noch verschmutzt ist das Trinkwasser in Emmen, Rothenburg und Vitznau.

In Emmen lässt der Gemeinderat in jenen Quartieren, die immer noch ohne Strom und Wasser sind, Tee und Sandwichs verteilen. Es betrifft dies die Quartiere Emmen-Dorf, Reussmatt und Unter- Spitalhof.

Die Gemeinde Gisikon hat am Dienstag vor einer möglichen Flutwelle in der Reuss gewarnt.

Beim Wehr in Perlen stauen sich Hunderte von Tonnen Holz. Sollte das Wehr brechen, rechnet man mit einer Flutwelle von zwei bis drei Metern Höhe. Bei einem solchen Wehrbruch wären auch die beiden Brücken über die Reuss in Gisikon gefährdet.

Deshalb dürfen sich keine Personen in den Unter- und Erdgeschossen im Industriegebiet an der Reussstrasse aufhalten. Auch jeglicher Verkehr in diesem Gebiet ist untersagt. Sollte das Wehr brechen, wird mittels Sirene ein an- und abschwellender Alarm ausgelöst.

Verkehr: Zentralschweiz meiden

Nach wie vor prekär ist die Verkehrslage mit den vielen gesperrten Strassen. Es wird empfohlen, die Zentralschweiz grossräumig zu umfahren. Gesperrt sind u.a. die A14 in Richtung Zürich, die A2-Ausfahrt Luzern-Kasernenplatz, die Hauptstrasse Littau-Wolhusen und verschiedene Strassen in der Stadt Luzern.

Die Bahnverbindungen nach dem Tessin, nach Engelberg, Brünig und durchs Entlebuch bleiben weiterhin unterbrochen.

Zurzeit arbeitet der Kanton an einem Sicherheitsdispositiv, um Plünderungen in evakuierten Quartieren zu verhindern. Auch sind geologische Abklärungen in gefährdeten Gebieten im Gange.

(sda)

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