Pandemiebekämpfung: Luzern verlängert Corona-Massnahmen bis Ende April
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PandemiebekämpfungLuzern verlängert Corona-Massnahmen bis Ende April

Die Entwicklung der Coronazahlen im Kanton Luzern ist beunruhigend, sagt die Regierung. Deshalb werden die Massnahmen verlängert. Die Polizei wird deren Einhaltung kontrollieren.

von
Gianni Walther
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Die Luzerner Polizei wird während der voraussichtlich frühlingshaften Ostertage die Einhaltung der Corona-Schutzmassnahmen kontrollieren.

Die Luzerner Polizei wird während der voraussichtlich frühlingshaften Ostertage die Einhaltung der Corona-Schutzmassnahmen kontrollieren.

20min/Gianni Walther
«Insbesondere die ansteckenderen Formen des Coronavirus zwingen uns alle dazu, die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin mit der nötigen Sorgfalt einzuhalten», sagt Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf.

«Insbesondere die ansteckenderen Formen des Coronavirus zwingen uns alle dazu, die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin mit der nötigen Sorgfalt einzuhalten», sagt Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf.

Kanton Luzern

Darum gehts

  • Seit Dienstag gab es im Kanton Luzern 88 neue Coronafälle. Der R-Wert im Kanton liege derzeit bei 1,09.

  • Der Kanton Luzern verlängert die Massnahmen zur Pandemiebekämpfung bis Ende April.

  • Die Entwicklung sei beunruhigend, sagt Gesundheitsdirektor Guido Graf.

  • Der Regierungsrat ruft zu Vorsicht auf, besonders über die Ostertage.

Der Kanton Luzern verlängert seine Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus: «Seit gestern sind 88 Fälle hinzugekommen. Der Kanton Luzern befindet sich gemäss seinem Alarmkonzept zum Pandemieverlauf seit Monatsbeginn grossmehrheitlich in der Phase rot und der Reproduktionswert liegt aktuell bei 1.09», heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Deshalb werden die in der kantonalen Covid-19-Verordnung festgehaltenen Massnahmen vorerst bis am 30. April verlängert. Erotik- und Sexbetriebe beispielsweise bleiben weiterhin geschlossen. Auch die aktuell geltende Regelung bezüglich Besuchsrecht in Spitälern, Pflege- und Altersheimen bleiben somit bestehen.

«Die Entwicklung der Corona-Kennzahlen ist auch im Kanton Luzern beunruhigend. Insbesondere die ansteckenderen Formen des Coronavirus zwingen uns alle dazu, die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin mit der nötigen Sorgfalt einzuhalten», sagt Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf. Der Regierungsrat appelliert an die Bevölkerung, die geltenden Regeln auch über die Ostertage einzuhalten.

Polizei über Ostern vermehrt unterwegs

«Wir müssen auch an den Ostertagen weiterhin an die eigene Gesundheit und die Gesundheit der Mitmenschen denken», sagt auch Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker. Und weiter: «Das Virus ist noch immer da. Die Krise ist noch nicht überstanden.»

Die Luzerner Polizei werde über Ostern vermehrt im öffentlichen Raum unterwegs sein. «Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass sich die Bevölkerung an die geltenden Bestimmungen des Bundes wie Maskenpflicht und Abstand hält», sagt Polizeikommandant Adi Achermann. Wenn die Regeln jedoch nicht eingehalten werden, interveniere die Polizei. Dies unter Wahrung des Verhältnissmässigkeitsprinzips, wie es weiter heisst. «Wir suchen wie immer den Dialog», so Achermann. Die Polizei könne je nach Situation aber auch Verwarnungen, Ordnungsbussen oder auch Wegweisungen aussprechen. « Im äussersten Fall kommt es zu einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft», heisst es weiter.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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