Aktualisiert 11.10.2015 07:01

Zwangsferien für Schüler

Luzern will wieder bei der Bildung sparen

Berufsschul- und Gymilehrer sollen weniger arbeiten, betroffene Schüler eine zusätzliche Ferienwoche erhalten. Spareffekt: Vier Millionen Franken.

von
dag
Die Luzerner Regierung recycelt die Idee, bei der Berufsschule und beim Gymi zu sparen.

Die Luzerner Regierung recycelt die Idee, bei der Berufsschule und beim Gymi zu sparen.

Was der Kantonsrat bereits vor zwei Jahren deutlich bachab geschickt hatte, steht nun wieder zur Debatte: Die Luzerner Regierung will Berufsschul- und Gymnasiallehrern die Pensen- und damit auch die Löhne kürzen. Zusätzlich sollen die betroffenen Schüler eine Woche Zwangsferien erhalten. Mit diesem Rezept möchte die Regierung 2016 vier Millionen Franken einsparen.

Beim Verband der Mittelschullehrer (VLM) und dem Verband der Berufsschullehrer (BCH) kommen die Sparpläne nicht gut an: «Wir werden diesen Ladenhüter ganz sicher bekämpfen. Wie, ist noch offen», sagt etwa VLM-Vizepräsident Urban Sager gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung».

CVP spricht von Schildbürgerstreich

CVP-Fraktionschef Ludwig Peyer glaubt nicht, dass der Vorschlag bei seiner Partei eine Mehrheit finden wird: «Diese Massnahme wird auch nicht besser, wenn man sie zweimal bringt. Sie ist und bleibt ein Schildbürgerstreich.» SVP und FDP wollen sich erst äussern, wenn das gesamte Sparpaket zu sehen sei. Die SP, die Grünen und die GLP werden sich gegen die Zwangsferien aussprechen.

Wie die «NLZ» weiter schreibt, kommentiert die Regierung die jüngste durchgesickerte Sparübung genauso wenig wie die vorgesehene Schliessung der Fachklasse Grafik. Die Öffentlichkeit werde Ende Oktober informiert.

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