FC Luzern steht nach Sieg gegen FC Aarau im Cupfinal
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Sensation verpasstLuzern wirft Aarau raus und steht im Cupfinal

Am frühen Dienstagabend wurde in der Schweiz der erste Cup-Halbfinal ausgetragen. Luzern setzte sich in einem umkämpften Spiel gegen Aarau durch und steht im Cupfinal.

von
Sven Forster

Der Siegtreffer von Tasar im Video.

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Darum gehts

  • In einer umkämpften Partie gewinnt Luzern gegen Aarau.

  • Die Innerschweizer stehen nun im Cupfinal.

  • Joker Tasar machte den Unterschied.

Aarau gegen Luzern im Cup? Das steht für Torgarantie. In den letzten drei Direktduellen im Cup fielen 18 Tore. Am Mittwochabend war es wieder so weit und Luzern legte los wie die Feuerwehr. Bereits nach vier Minuten gingen die Zentralschweizer in Führung. Nach einem Eckball kam Ndiaye über Umwege an den Ball und brachte seine Farben in Führung.

Der FCL-Führungstreffer

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Aarau zeigte sich jedoch gar nicht beeindruckt. Angepeitscht durch den Rückenwind und zahlreiche Fans, die sich vor dem Brügglifeld versammelt hatten, spielte der Aussenseiter aus der Challenge League mutig nach vorne. Nur fünf Minuten nach der Luzerner Führung konnte Almeida mit dem Kopf den Ausgleich erzielen. Im Anschluss kontrollierten die Gastgeber die Partie und kamen durch Balaj, Almeida und Rhudani zu mehreren guten Möglichkeiten.

Erst nach gut 30 Spielminuten fanden die Luzerner wieder besser in die Partie. Besonders Ugrinic versuchte es mit Distanzschüssen aus allen Winkeln, scheiterte jedoch immer wieder am früheren Luzerner-Keeper Simon Enzler. Mit einem 1:1 ging es in die Pause .

Joker sticht

Der Challenge-Ligist versuchte auch im zweiten Durchgang mitzuhalten und erspielte sich in den Anfangsminuten einige Chancen. Die grösste Möglichkeit hatte jedoch der FCL in der 63. Spielminute. Schürpf, Ndiaye und wieder Schürpf vergaben aber die dreifache Möglichkeit. Luzern übernahm im Anschluss immer mehr die Kontrolle. In der 70. Spielminute gab es einen Lattenknaller für die Innerschweizer.

Die breite Bank des FC Luzern machte den Unterschied. Super-Joker Varol Tasar, erst wenige Minuten auf dem Platz, vernaschte Aussenverteidiger Bastien Conus und erzielte die Führung. Ausgerechnet Tasar, dessen Profikarriere in Aarau lanciert wurde. Im Interview sagte Tasar anschliessend: «Es ist ein komisches Gefühl. Ich bin glücklich, im Final zu stehen. Aber wenn es gegen ein anderes Team geglückt wäre, wären die Emotionen grösser.»

Kritik wegen Zeitspiel

In der 78. Spielminute fiel beinahe erneut der Ausgleich. Luzern-Goalie Müller traf bei seinem Abschlag seinen eigenen Mitspieler. Über dessen Rücken kam der Ball zu Almeida, der aus 16 Metern nur den Pfosten traf. Aarau versuchte weiter, den Ausgleich zu erzielen. Die Aargauer gaben sich nicht geschlagen. Doch im Offensivspiel gelang nicht mehr viel und somit steht Luzern im Cupfinal. FCL-Schwegler, der seine Karriere am Ende der Saison beendet wird sagte nach dem Spiel: «Es ist ein Wahnsinn, vor zwei Wochen haben wir noch über den Abstieg geredet. Es ist ein schmaler Grad. Die Mannschaft zeigt eine unglaubliche Moral.» Goalie Müller kündet an für Schwegler und Zibung, der ebenfalls seine Karriere im Sommer beendet, auch den Titel zu gewinnen.

Aarau-Trainer Keller analysierte die Niederlage wie folgt: «Wir haben 20 Minuten nicht daran geglaubt und dann den Preis dafür bezahlt.» Keller kritisierte aber auch noch den FC Luzern. «Ich finde es schade, dass der FC Luzern auf Zeit gespielt hat. Bei mir würde nie ein Goalie auf Zeit spielen.» SRF-Experte Michel Renggli konnte diese Kritik nicht ganz verstehen. «Als neutralem Beobachter, ist mir kein Zeitspiel aufgefallen.» Am Mittwoch wird der Finalgegner von Luzern ermittelt. St. Gallen trifft auswärts auf die formstarken Genfer.

Slap-Stick-Einlage von Müller

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