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Luzern: Zwei Jahre Knast und Landesverweis für Raser

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen 24-jährigen Autoraser zu zwei Jahren Gefängnis unbedingt und 3000 Franken Busse verurteilt. Ausserdem wurde der Angeklagte aus dem Kosovo mit einem bedingten Landesverweis von sieben Jahren belegt.

Anlässlich einer nächtlichen Kontrolle im August 2003 waren zwei Luzerner Kantonspolizisten auf zwei Autos aufmerksam geworden, die sich ein Rennen lieferten. Als sie die Fahrer mit Stablampen zum Halten aufforderten, rasten diese mit ungedrosseltem Tempo auf sie zu. Die Polizisten konnten sich mit Sprüngen an den Strassenrand retten.

Ein Polizist merkte sich das Nummerschild eines Fahrzeuges. Dessen Lenker konnte kurz darauf verhaftet werden. Der zweite Raser konnte unerkannt entkommen.

Der Angeklagte hatte schon früher wegen Raserei am Steuer mit der Polizei zu tun gehabt. Vor Gericht gab er an, er habe die Polizeibeamten zu spät gesehen und nicht mehr abbremsen können.

Der Staatsanwalt verlangte zwei Jahre Gefängnis. Der Verteidiger plädierte auf drei Monate Freiheitsentzug. Zur Begründung führte er an, sein Mandant sei vom zweiten Raser gejagt worden.

Laut dem am Mittwoch publizierten Urteil wurde der Angeklagte unter anderem der mehrfachen Gefährdung des Lebens, der Drohung und Gewalt gegen Beamte, der Nichtbeherrschung des Fahrzeuges und der mehrfachen Überschreitung der Ortsgeschwindigkeit schuldig befunden. Für den bedingten Landesverweis wurde eine Probezeit von fünf Jahren festgelegt. (sda)

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