Bike Police: Luzerner Cops mit Bikes auf Verbrecherjagd
Aktualisiert

Bike PoliceLuzerner Cops mit Bikes auf Verbrecherjagd

Ab Juni rollen Bike Cops durch die Stadt Luzern: Die Patrouillen sollen schnell und flexibel bei dichtem Verkehr reagieren können – und werden speziell geschult.

von
pz
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C. Sarri und U. Wermelinger werden ab Juni mit den Bikes in der Innenstadt patrouillieren.

C. Sarri und U. Wermelinger werden ab Juni mit den Bikes in der Innenstadt patrouillieren.

20 Minuten/Philipp Zurfluh
Die Bike Police kommt schnell an Orte, die mit dem Auto nicht zugänglich sind.

Die Bike Police kommt schnell an Orte, die mit dem Auto nicht zugänglich sind.

20 Minuten/Philipp Zurfluh
Polizisten im Gespräch mit interessierten Luga-Besuchern.

Polizisten im Gespräch mit interessierten Luga-Besuchern.

20 Minuten/Philipp Zurfluh

«Bike Police ist ein optimales Instrument in der Innenstadt», erklärt Adi Achermann, Kommandant der Luzerner Polizei. Anlässlich der Luga wird die Velo-Polizei der Bevölkerung vorgestellt. Ab Juni wird Bike Police mit 18 Mitarbeitern gestartet – 5 Polizistinnen und 13 Polizisten. Die Velo-Polizisten leisten diesen Spezialdienst mit einem Pensum von etwa 20 Prozent ihrer Arbeitszeit.

U. Wermelinger ist einer der 18 Polizisten, der im Einsatz stehen wird. Er hat bereits erste Erfahrungen mit dem Einsatzgefährt machen können und nahm an einen dreitägigen Grundkurs teil. «Die Fahrtechnik stand im Vordergrund. Wir übten Treppen hinunterfahren, rasantes Absteigen vom Bike und wir absolvierten einen Parcours.» Zudem seien Abwehrtechniken mit dem Velo thematisiert worden, um sich gegen einen Übergriff zu wehren. «Fahrtechnisch ist es anspruchsvoll», so Wermelinger. Alle Velo-Polizisten werden mit einer Schulung auf ihre Zusatzaufgabe vorbereitet.

Fussgänger durch Veloraser gefährdet

Gemäss Jürg Joller, Projektleiter von Bike Police, habe man sich stark an den Polizeikorps von Zürich und Bern orientiert und eng zusammengearbeitet. «Wir haben vor einem Jahr erkannt, dass Nachholbedarf besteht», so Achermann. Fussgänger seien zunehmend durch Veloraser gefährdet. Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu verbessern. Mit den Bikes sei man vor allem im Stossverkehr flexibler und flinker vor Ort, denn Autopatrouillen würden während der Rush Hour stillstehen.

Imagefördernd für Luzern

Die Luzerner Bike Cops werden auch das Stadtbild mitprägen. Bei Luzern Tourismus zeigte man sich zu Beginn der Woche darüber äusserst erfreut. Für einige Touristen seien Velos etwas Unübliches. Deshalb würden die Velo-Polizisten positiv auffallen, sagte Sibylle Gerardi von Luzern Tourismus.

Was erwartet Achermann von den rollenden Polizisten? «Ich erhoffe mir, dass wir näher am Bürger sind.» Erfahrungen von anderen Polizeikorps hätten gezeigt, dass Bürger auf Polizisten zugehen würden und Ahndungen eher akzeptierten. Somit geniesse sie einen nicht zu unterschätzenden Sympathiebonus.

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