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Mehr Geld im Portemonnaie Luzerner dürfen sich auf eine kleine Steuersenkung freuen

Im nächsten Jahr 2022 sinkt der Steuerfuss im Kanton Luzern um 0,1 auf 1,6 Einheiten für Privatpersonen und Firmen. Der Kantonsrat beschloss dies mit 61 Ja-Stimmen gegen 52 Nein und einer Enthaltung.

von
Daniela Gigor

Hier ist zu sehen, wer sich für die Steuersenkung einsetzte und wie die Argumente dagegen waren.

Kanton Luzern 

Darum gehts

  • Im nächsten Jahr sinken die Steuern im Kanton Luzern um 0,1 Einheiten.

  • Für die Steuersenkung waren die SVP, FDP und eine Mehrheit der Mitte.

  • Die SP, Junge Grüne/Grüne und GLP wollten wie der Regierungsrat die Steuern schrittweise oder gar nicht senken.

  • Am Schluss setzten sich aber die Ja-Stimmen durch.

Der Luzerner Kantonsrat hat dem Aufgaben- und Finanzplan 2022–2025 (AFP) und dem Budget 2022 zugestimmt. Dieses sieht bei einem Aufwand und Ertrag von je rund 3,8 Milliarden Franken einen Ertragsüberschuss von circa 18 Millionen Franken vor. Für die Jahre 2023 und 2024 rechnet der Kanton mit leichten Defiziten und ab 2025 sollte die Rechnung wieder positiv abschliessen. Der stabilisierte Finanzhaushalt macht es möglich, dass künftig mehr Gelder in zukunftsorientierte Projekte fliessen. So investiert der Kanton in Massnahmen zum Schutz des Klimas und stellt zusätzliche Mittel für die individuelle Prämienverbilligung bereit. Zudem sinken die Steuern für Privatpersonen und Firmen. Das Parlament hat einem Antrag der Planungs- und Finanzkommission zugestimmt, den Steuerfuss per 2022 von 1,7 auf 1,6 Einheiten zu senken.

Bei einem Einkommen von 80’000 Franken werden 320 Franken gespart

Obwohl diese Senkung auf den ersten Blick nicht nach viel klingt, verbleibt doch ein willkommener Betrag im Portemonnaie der Steuerzahler. Wer etwa ein Einkommen von 80’000 Franken hat und kein Vermögen besitzt, muss 320 Franken weniger Steuern bezahlen. Eine Familie, die über ein Einkommen von 100’000 Franken verfügt und noch gleich viel Vermögen besitzt, wird etwa mit 349 Franken entlastet. Auch Firmen profitieren leicht von der Steuersenkung. Für die Steuersenkung haben sich die SVP, FDP und eine Mehrheit der Mitte ausgesprochen. Die SP, Junge Grüne/Grüne und GLP wollten wie der Regierungsrat die Steuern schrittweise oder gar nicht senken. Am Schluss setzten sich die Ja-Stimmen mit 61 gegen 52 Nein bei einer Enthaltung durch.





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