Aktualisiert 03.12.2008 19:07

Höhere Impfquote

Luzerner Kantonsspital will mehr Angestellte impfen

Im Luzerner Kantonsspital ist das Pflegepersonal ungenügend gegen Grippe geimpft – finden die Verantwortlichen. Jetzt wird nach Lösungen gesucht.

von
Markus Fehlmann

Bei uns sind zu wenig Pflegende gegen die Grippe geimpft», sagt Marco Rossi, Leitender Arzt Infektiologie und Spitalhygiene. Dies sei nicht nur für die Angestellten problematisch, sondern auch für die Patienten. «Es besteht die Gefahr, dass das Pflegepersonal selbst zum Ansteckungsherd wird», sagt Rossi. Das Spital lege deshalb grossen Wert darauf, dass die Mitarbeiter geimpft seien. Laut dem Bundesamt für Gesundheit sterben in der Schweiz jährlich bis zu tausend vor ­allem ältere Personen an der Grippe.

Um die Impfquote zu steigern, hat das Kantonsspital im November im Personalrestaurant einen Impfstand aufgestellt – mit mässigem Erfolg. Zwar hat Rossi die Zahlen noch nicht ausgewertet, er rechnet aber mit höchstens 20 Prozent geimpften Angestellten. «Dies zeigt die Erfahrung aus anderen Spitälern.» Als Grund für den Verzicht würden von Angestellten fehlende Wirksamkeit früherer Grippeimpfungen und eine grundsätzliche Skepsis angegeben. In Luzern sucht man deshalb nach Lösungen. Rossi: «Wir stehen dazu laufend im Kontakt mit anderen Spitälern.»

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