Luzerner Kopp-Affäre beigelegt
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Luzerner Kopp-Affäre beigelegt

Der Luzerner Stadtrat wird im nächsten Sommer während des Lucerne Festivals alle ehemaligen Mitglieder des Bundesrates einladen - nachträglich auch Elisabeth Kopp.

Elisabeth Kopp, die erste Bundesrätin der Schweiz, war bislang aus dem Kreis der Geladenen bewusst ausgeklammert worden. Der Stadtrat hat diese Änderung an seiner Sitzung vom Mittwoch entschieden, wie Stadtpräsident Urs W. Studer auf Anfrage sagte. Die Nicht-Einladung der Ex-Bundesrätin, die 1989 unter Druck zurückgetreten war, war erst am Dienstag von der «Neuen Luzerner Zeitung» publik gemacht worden.

Ansichten geändert

Offenbar hätten sich gewisse Bundesräte daran gestört, wenn Kopp und ihr Gatte am Ehemaligentreffen teilgenommen hätten. Der Stadtrat geht nun davon aus, dass sich die Befindlichkeiten der Ex- Magistraten geändert haben. Er lädt deshalb beim nächsten Lucerne Festival auch Kopp mit einer Begleitperson ein.

Studer sagte, er sei sich bewusst gewesen, dass Kopp ausgeklammert werde. Die alt Bundesrätin sei aber schon vor seiner Amtszeit nie eingeladen worden. Vielleicht habe sie dies besonders empfunden, weil sie familiär mit Luzern verbunden sei. Kopps Schwiegervater, Paul Kopp, war Stadtpräsident von Luzern gewesen.

Bei der Einladung handelt es sich um eine Dankesbezeugung der Luzernerinnen und Luzerner an die ehemaligen Regierungsmitglieder. Laut Studer nehmen an den Treffen in der Regel etwa sieben alt Bundesräte teil.

Studer kennt Kopp nicht persönlich. Er erwägt deshalb, sich vor der nächsten Ehemaligenzusammenkunft in Luzern mit ihr zu treffen.

(sda)

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