Aktualisiert 21.08.2012 17:42

CrowdfundingLuzerner lassen sich von Gönnern umschwärmen

Crowdfunding erobert nun auch die Zentralschweiz. Im Internet Geld zu sammeln ist aber kein Selbstläufer.

von
Fabian Lindegger
Die Band Kapnorth konnte dank Crowdfunding in Island ihr Album aufnehmen.

Die Band Kapnorth konnte dank Crowdfunding in Island ihr Album aufnehmen.

275 Million Dollar wurden in den USA seit 2009 über die Crowdfunding-Plattform «kickstarter» gesammelt. Bei Crowdfunding, also Schwarmfinanzierung, soll mit vielen Einzelbeiträgen von Fans ein Projekt finanziert werden. Viele Crowdfunding-Plattformen verlangen aber, dass ein Zielbetrag angegeben werden muss. Nur falls dieser erreicht wird, werden die Spenden überwiesen.

Nun versuchen sich auch immer mehr Luzerner an der neuen Finanzierungsform. «Der Aufwand ist ziemlich gross, denn man muss immer dranbleiben. Wir haben unzählige Mails und Briefe geschrieben», sagt Marius Disler von der Band Kapnorth.

Die fünf Jungs haben mit Crowdfunding erfolgreich 5500 Franken gesammelt, um in Island im Studio von Sigur Ros ihr Album aufzunehmen. Schwierig sei es, Unterstützer ausserhalb des Bekanntenkreis zu finden: «Etwa 80 Prozent der Gönner kannten wir persönlich», so Disler. Ebenfalls erfolgreich mit Crowdfunding war das Luzerner Büro für Erklärungsnotstände (20 Minuten berichtete).

Das ist keine Selbstverständlichkeit: Etwa 50 Prozent der Projekte scheitern. So wie jenes von Andreas Troxler. Er sammelte Geld für die Umsetzung eines Kinderbuchs. «Ich habe wohl zu wenig Zeit investiert um Projekt einem breiten Publikum bekannt zu machen», vermutet er.

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