Knutwil: Luzerner Motor gewinnt Preis
Aktualisiert

KnutwilLuzerner Motor gewinnt Preis

Ein Luzerner Hybridmotor sorgt international für Aufsehen und hat einen namhaften Preis erhalten.

von
Gianni Walther
Innomot-Geschäftsführer René Lang mit dem Hüttlin-Range-Extender-Motor.

Innomot-Geschäftsführer René Lang mit dem Hüttlin-Range-Extender-Motor.

Die Innomot AG in St. Erhard arbeitet an einem Antriebssystem, das herkömmliche Motoren in den Schatten stellen soll: Der Range-Extender ist der weltweit erste homogene Hybridmotor, der Verbrennungs- und Elektromotor in einem kugelförmigen Gehäuse vereint. Konstruiert wurde er vom deutschen Entwickler Herbert Hüttlin, VR-Präsident der Luzerner Firma. «Der Range-Extender ist kleiner, leichter und einfacher in der Herstellung und somit sparsamer», so Innomot-Geschäftsführer René Lang. Durch die kugelförmige Bauweise rotiert der gesamte Innenmotor. Auf diese Weise kann innerhalb des Gehäuses ein Generator ­angetrieben werden, der Strom für die Versorgung des Fahrzeugs erzeugt. Kupplung, Getriebe und Antriebswellen entfallen. «Der Range-Extender braucht im Vergleich zum Elektroauto kleinere Batterien, was zusätzlich Treibstoff spart», sagt Lang. So soll der Motor rund 20 Prozent weniger Energie verbrauchen als vergleichbare Otto­motoren.

Innovationspreis und Interessenten aus aller Welt

Die Innomot AG erhielt für den Range-Extender am 17. April den namhaften Innovationspreis des Network of Automotive Excellence. Auch die Industrie wurde auf den Motor aufmerksam: «Interessenten aus China, Japan, Korea und Deutschland haben sich ­gemeldet», freut sich Lang. In einem halben Jahr soll ein fahrtüchtiger Prototyp fertiggestellt sein. Der Motor wird nun in der Sonderschau «Sonne bewegt» im Verkehrshaus gezeigt.

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