Neu ist Trumpf: Luzerner peppt Jasskarten mit neuem Design auf

Aktualisiert

Neu ist TrumpfLuzerner peppt Jasskarten mit neuem Design auf

Der Luzerner Künstler Benedikt Notter (36) hat neue Jasskarten entworfen. Nun kommen sie auf den Markt.

von
Zéline Odermatt

Ein junger Luzerner bringt Schwung in eine alte Tradition: Benedikt Notter hat mithilfe von Crowd-Funding eine neue Jasskarten-Kollektion produziert. Das Resultat der Aktion überraschte den 36-Jährigen: Er hatte sich ein Ziel von 4000 Franken gesetzt, aber fast doppelt so viel Geld erhalten. «Ich jasse sehr gerne und hatte einfach Freude daran, die Karten neu zu zeichnen», sagt Notter. «Leute, die nicht so geübt sind, sehen eventuell gar keinen Unterschied zu den traditionellen Karten. Ich habe nur feine Änderungen gemacht.» So solle jeder mit den Karten spielen können.

Eine Auflage von 2000 Stück ist bereits gedruckt. Die Karten kann man an Notters Ausstellung in Luzern vom 2. bis 18. August kaufen. Benutzen kann man sie aber schon jetzt: «Das Online-Jassportal jasse.ch hat die Karten versuchsweise übernommen», so Notter.

Jasskarten im Streetart-Stil

Andreas Balsiger, dem Präsidenten des Eidg. Jassverbands, gefallen die Karten. Er versuche schon seit Jahren die Jasskarten in der Schweiz zu vereinheitlichen: «Das ist natürlich schwierig, aber vielleicht wird es auf diesem Weg gelingen.»

Auch der Luzerner Marco Schmid (32) hat neue Jasskarten entworfen. Diese sind im Streetart-Stil gehalten. Under, Ober und Könige hat er durch Luzerner Sagenfiguren ersetzt. Schmids Karten sind ab Herbst erhältlich.

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