Aktualisiert 06.04.2015 10:39

Rund um die Welt

Luzerner Plakate sind ein internationaler Hit

19 der 100 besten Plakate 2014 im deutschsprachigen Raum sind aus Luzern. Auch in Russland, China und Frankreich sind die Aushänge von Luzerner Grafikern sehr beliebt.

von
gwa
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Die 19 Gewinnerplakate aus Luzern:«Luzerner Fest» - Daniel Peter / Alice Kolb

Die 19 Gewinnerplakate aus Luzern:«Luzerner Fest» - Daniel Peter / Alice Kolb

Daniel Peter / Alice Kolb
«Infotage 2014» - Till Lauer

«Infotage 2014» - Till Lauer

Till Lauer
«Desire» - Jesse Katabarwa

«Desire» - Jesse Katabarwa

Jesse Katabarwa

«Luzern ist heute eine Plakatstadt mit nationaler und internationaler Ausstrahlung», sagt der Luzerner Grafiker und Plakatgestalter Erich Brechbühl (37). Er ist Präsident des Luzerner Plakatfestivals Weltformat und Vorstandsmitglied des Vereins 100 Beste Plakate e. V., der jährlich die besten Plakate aus der Schweiz, Österreich und Deutschland prämiert.

Die Jury, die die besten Plakate kürt, wird jedes Jahr neu besetzt. Im kommenden Juni werden die Siegerwerke von 2014 in einer Ausstellung in Berlin ausgestellt. Speziell dabei: 19 der 100 Plakate sind aus Luzern. «Das ist unglaublich toll», sagt Brechbühl.

Internationale Wanderausstellung

Doch nicht nur im deutschsprachigen Raum sind die Aushänge aus Luzern beliebt: In Russland ist derzeit eine Plakatausstellung von 20 Luzerner Ateliers auf Tour. Der Start war in Moskau, bald sind die Plakate in Wladiwostok zu sehen. «Anschliessend geht die Ausstellung weiter nach Peking», so Brechbühl.

Und es geht weiter: Die Aushänge der Luzerner Plakatgestalter werden ab dem 30. Mai auch in einer eigenen Austellung in Chaumont (F) am Festival international de l'affiche et du graphisme zu sehen sein. «Wir freuen uns riesig darüber – das ist eines der renommiertesten Grafikfestivals», sagt Brechbühl.

Szene ist gut vernetzt

Für den Hype rund um die Plakatkunst aus Luzern hat Brechbühl eine mögliche Erklärung: «Das Thema Plakat ist in Luzern um einiges präsenter als andernorts.» So setze man sich im Gegensatz zu anderen Schulen an der Hochschule Luzern und der Fachklasse Grafik intensiv damit auseinander. Zudem sei Luzern sehr überschaubar: «Man kennt sich untereinander.» Die Szene in Luzern sei zudem sehr gut vernetzt und fördere den Austausch untereinander aktiv. «Dazu treffen wir uns alle zwei Monate und diskutieren aktuelle Arbeiten», sagt Brechbühl.

Zudem versuche man auch einen nationalen Austausch unter Grafikern zu etablieren. So hat es laut Brechbühl auf die Initiative der Luzerner hin bereits Meetings in Zürich und Bern gegeben. Ähnliches versuche man in St. Gallen und Basel aufzubauen. Und auch in Berlin macht Luzern Schule: Dort gibt es – nachdem im Juli des vergangenen Jahres im Trendquartier Neukölln eine Ausstellung mit rund 100 Luzerner Plakaten durchgeführt wurde – ebenfalls einen Grafiker-Austausch nach dem Modell der Luzerner.

Der Trailer zum Weltformat Plakatfestival 2014

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