Luzerner Polizei geht gegen Steg-Springer vor
Aktualisiert

Luzerner Polizei geht gegen Steg-Springer vor

Sie riskieren ihr Leben und versetzen das Schiffspersonal in Angst
und Stress: Jetzt sagt die
Luzerner Polizei Schiffsteg-Springern und Dampfschiff-Surfern den Kampf an.

Für den Luzerner Schiffführer Denis Schacht, 40, steht fest: «Es ist pures Glück, dass noch nichts passiert ist.» Wie seinen Kollegen machen Schacht zunehmend die Mutproben junger Schwimmer zu schaffen. Immer öfter warten diese bei den Schiffsstegen um den See auf ihre Gelegenheit und springen dann ins Wasser – sei es, dass sie sich vom Strudel abfahrender Kursschiffe wegspülen lassen oder ans Ruder wartender Raddampfer hängen, um sich mitziehen zu lassen. «Oder überfahren zu werden», wie Kapitän Schacht bemerkt. Denn was viele der Schiff-Surfer nicht wissen: Der Dampfer kann auch einmal rückwärts anfahren. «Dann wird es lebensgefährlich.»

Deshalb will jetzt die Luzerner Kantons- und Stadtpolizei vermehrt gegen die Steg-Springer und Dampfschiff-Surfer vorgehen, wie Kapo-Kommunikationschef Franz Baumeler erklärt: «Uns geht es darum, Unfälle zu vermeiden.» In erster Linie käme die Wasserpolizei Luzern zum Einsatz, es sei aber auch mit Kontrollen vom Land her zu rechnen.

Parallel dazu hat die Schifffahrtsgesellschaft (SGV) eine Präventionsoffensive gestartet. Diese richtet sich an die Schüler um den See. «Einen Fall wie letztes Jahr im Thunersee wollen wir unbedingt vermeiden», sagt SGV-Direktor Martin Bütikofer. Dort war am 5. August ein Schwimmer von der Schaufel eines Raddampfers erschlagen worden.

(eli)

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