Reorganisation – Luzerner Polizei will die Hälfte ihrer Polizeiposten schliessen
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ReorganisationLuzerner Polizei will die Hälfte ihrer Polizeiposten schliessen

Die Luzerner Polizei soll mobiler werden und mehr patrouillieren. Darum sollen von den 32 Posten etwa die Hälfte geschlossen werden. So, die Pläne der Geschäftsleitung.

von
Rochus Zopp
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Die Luzerner Polizei plant, die Hälfte ihrer Polizeiposten zu schliessen. Aktuell gibt es 32 Polizeiposten.

Die Luzerner Polizei plant, die Hälfte ihrer Polizeiposten zu schliessen. Aktuell gibt es 32 Polizeiposten.

20min/Gianni Walther
Anstelle der Polizeiposten sollen vermehrt Patrouillen unterwegs sein. Laut Sicherheitsdirektor Paul Winiker nützten diese viel mehr als Kleinstposten in den Dörfern, die meistens nicht einmal durchgängig besetzt seien.

Anstelle der Polizeiposten sollen vermehrt Patrouillen unterwegs sein. Laut Sicherheitsdirektor Paul Winiker nützten diese viel mehr als Kleinstposten in den Dörfern, die meistens nicht einmal durchgängig besetzt seien.

Luzerner Polizei
Jeder kleine Posten soll nun überprüft werden. In jeder Region des Kantons soll es aber noch einen Hauptposten geben. An strategisch wichtigen Orten sind noch einige weitere Posten vorgesehen.

Jeder kleine Posten soll nun überprüft werden. In jeder Region des Kantons soll es aber noch einen Hauptposten geben. An strategisch wichtigen Orten sind noch einige weitere Posten vorgesehen.

Luzerner Polizei

Darum gehts

  • Bei der Luzerner Polizei soll in den nächsten Jahren die Hälfte der Polizeiposten geschlossen werden.

  • Durch die Konzentration auf grössere Posten sollen mehr Patrouillen unterwegs sein. Diese nützen mehr, als Kleinstposten in den Dörfern.

  • Definitiv entschieden ist aber noch nichts. Der Kanton will nun zuerst die Gemeinden mit einbeziehen. Das Schlusswort hat dann das Kantonsparlament.

32 Polizeiposten gibt es aktuell im Kanton Luzern, welche über den ganzen Kanton verteilt sind. Wie das «Regionaljournal Zentralschweiz» berichtet, soll es in einigen Jahren aber nur noch halb so viele Posten geben. Dafür sollen vermehrt Patrouillen im ganzen Kantonsgebiet unterwegs sein.

Die Mitarbeitenden der Luzerner Polizei wurden über die Abbaupläne bereits Ende 2021 informiert. Der Luzerner Sicherheitsdirektor Paul Winiker erklärte gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz»: «Unser Stationierungskonzept stammt aus den 1970er-Jahren, wir müssen es überdenken.» Darum werde jeder kleine Posten unter die Lupe genommen und genau überprüft, ob es diesen weiterhin benötige. In jeder Region des Kantons soll es aber noch einen Hauptposten geben. An strategisch wichtigen Orten sind einige weitere Posten vorgesehen.

Priorität hat Mobilität vor Stationierung

Leistungen sollen dadurch aber nicht abgebaut werden. Durch die Konzentration auf grössere Polizeiposten könnten mehr Polizisten auf Patrouille geschickt werden. Winiker sagte weiter: «Die Polizei muss mobiler werden, damit sie in einem Notfall möglichst schnell dort ist, wo sie gebraucht wird. Patrouillen nützen uns da viel mehr als Kleinstposten in den Dörfern, die meistens nicht einmal durchgängig besetzt sind.» Vorgesehen ist weiter eine Aufstockung des Personals.

Beschlossen wurde diese Reform unter dem Namen «Organisationsentwicklung 2030» von der Geschäftsleitung der Luzerner Polizei. Die Luzerner Regierung will auch die Gemeinden in den Prozess einbeziehen. Anschliessend kommt das Geschäft vor die zuständige Kommission des Kantonsparlaments.

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