Crowdfunding: Luzerner sind verrückt nach neuen Jasskarten
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CrowdfundingLuzerner sind verrückt nach neuen Jasskarten

Benedikt Notter hat die Deutschweizer Jasskarten komplett neu gestaltet. Das Geld für den Druck seiner Karten hatte er innert 24 Stunden mittels Crowdfunding-Aktion beisammen.

von
cza

Er hat es schon wieder getan: Benedikt Notter aus Luzern hat den Deutschschweizer Jasskarten nach 2013 zum zweiten Mal ein neues Design verpasst. Dieses Mal ist das Resultat seiner Arbeit aber experimenteller ausgefallen: «Es ist ein komplett verrücktes Jasskarten-Design geworden», sagt Notter. Für die neuen Jasskarten habe er seine «überbordende Fantasie» nicht mehr zurückgehalten, so der Künstler.

Wer sich die Karten anschaut (siehe Dia-Show), weiss, was Notter meint: Der Eichel-Under hat drei Köpfe, der Schellen-Under hält den Kopf - der an eine Weihnachtskugel erinnert - in der Hand, der Schilten-Under hat eine Schnecke anstelle eines Kopfes. «Hartgesottene Jasser werden diese Karten wahrscheinlich nicht benutzen», sagt Notter. Bei aller Freiheit in der Gestaltung sei es ihm aber wichtig gewesen, dass die Karten «gut erkennbar» seien. So habe er etwa die Körperhaltung der Figuren beibehalten.

In 24 Stunden war das Geld gesammelt

Notter hat am Dienstag eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um den Druck der Karten zu finanzieren. Nach gut 24 Stunden hatte er schon mehr als die benötigten 4000 Franken zusammen - obwohl die Aktion noch 99 Tage läuft und man weiterhin spenden kann. Wie viele Jasskarten-Sets nun gedruckt werden, weiss er noch nicht. «Die Auflage wird wahrscheinlich zwischen 2000 und 3000 Sets liegen.» Die Geldgeber werden je nach Höhe ihrer Spende mit einer Anzahl von Spielkarten, Postern oder Original-Bleistiftzeichnungen entlöhnt. Später sollen Notters neue Jasskarten für 15 Franken im Handel erhältlich sein.

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