Aktualisiert 25.05.2020 15:41

Social-Distancing

Luzerner SP fordert mehr Platz zum Baden

Da die Social-Distancing-Vorschriften wohl noch den ganzen Sommer gelten werden, fordert die Stadt-SP nun mehr Badeplätze. Dazu sollen öffentliche und private Grundstücke zu Teilzeit-Badis umfunktioniert werden.

von
Nathan Keusch
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Bereits am Auffahrtswochenende war die Ufschötti in Luzern überfüllt. (Symbolbild)

Bereits am Auffahrtswochenende war die Ufschötti in Luzern überfüllt. (Symbolbild)

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Solche Bilder von überfüllten Badis will die Luzerner SP dieses Jahr verhindern.

Solche Bilder von überfüllten Badis will die Luzerner SP dieses Jahr verhindern.

sam
Deshalb reichte Grossstadtrat Cyrill Studer im Namen der SP am Montag ein Postulat ein. Die Forderung: Mehr Platz für Bade- und Erholungsaktivitäten in der Stadt Luzern.

Deshalb reichte Grossstadtrat Cyrill Studer im Namen der SP am Montag ein Postulat ein. Die Forderung: Mehr Platz für Bade- und Erholungsaktivitäten in der Stadt Luzern.

zVg

Sommerzeit ist Badezeit. Bereits am Auffahrts-Wochenende waren die öffentlichen Badeanlagen in Luzern derart überfüllt, dass die Abstandsregeln nicht eingehalten wurden. Die Polizei musste entlang dem Seebecken mehrere Bussen verteilen.

Badeplätze per Postulat gefordert

Luzern dürfte im Sommer zum Ziel von vielen einheimischen Touristen werden, die ihre Ferien nicht im Ausland verbringen können oder wollen. Dies könnte zu einem zusätzlichen Ansturm auf die Badeplätze führen. Da die Social-Distancing-Vorschriften wohl auch noch den ganze Sommer gelten werden, hat die SP der Stadt Luzern am Montag ein dringliches Postulat bei der Stadt eingereicht. Das Postulat verlangt, dass mit verschiedenen Massnahmen die Bade- und Erholungsmöglichkeiten in der Stadt erweitert werden sollen.

«Damit wollen wir dichten Menschenansammlungen und Unmut vorbeugen», sagt SP-Grossstadtrat Cyrill Studer. Im Postulat wird gefordert, dass zusätzliche, leicht zugängliche Badeplätze geschaffen werden sollen. Dies soll auf öffentlichen Plätzen wie etwa der Lidowiese geschehen. Studer zieht aber auch Privatgrundstücke wie die Wiese südlich der Tribschenbadi in Betracht. Diese soll in Absprache mit den Eigentümern gegen eine Entschädigung der Stadt genutzt werden können. «Es ist nicht die Idee, dass diese Orte während dem ganzen Sommer zu Badeanstalten umfunktioniert werden. Sie sollen während den Spitzenzeiten die bereits bestehenden öffentlichen Bäder entlasten», sagt Studer.

Studer will mit dem Vorstoss den städtischen Badeanlagen nicht die Kundschaft streitig machen: «Wir brauchen in diesem Ausnahmejahr ein Miteinander. Und ich denke nicht, dass die neu geschaffenen Orte eine Konkurrenz zu den bestehenden Anlagen sein werden, da letztere mit einer hervorragenden Infrastruktur punkten». Die eingeschränkten Kapazitäten der städtischen Badeanlagen sollen vor allem durch Familien und ältere Personen genutzt werden können, welche eher auf die gute Infrastruktur und die Rettungsschwimmer angewiesen sind.

Umsetzung noch ungewiss

Laut Marcel Wiesler, Geschäftsführer der Lido AG, habe das Strandbad Lido in einem normalen Jahr zu Spitzenzeiten bis zu 4000 Besucher. Eine Zahl, die dieses Jahr wohl nicht erreicht werden könne. Wiesler rechnet damit, dass die Bäder nur mit Zutrittsbegrenzungen geöffnet werden können. Dies entscheide der Bundesrat wohl am Mittwoch. Wiesler: «Daher glaube ich nicht, dass es zu einer Konkurrenz kommen wird.» Grundsätzlich begrüsst er aber die Erweiterung des Bade-Angebots.

Wiesler ist sich jedoch nicht sicher, ob die Forderungen überhaupt umgesetzt werden können: «Die Planung und Bereitstellung der Bade-Infrastruktur wird so kurzfristig wohl kaum möglich sein.» An den neu geschaffenen Badeplätzen soll laut dem Postulat, wenn möglich und nötig Infrastrukturen wie WC-Kabinen und Rettungsschwimmer bereitgestellt werden. Weiter soll der Badebereich im See per Bojen vom Schiffsverkehr getrennt werden.

Bei Luzern Tourismus war am Montag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

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43 Kommentare
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Ässpee

27.05.2020, 06:38

So so die SP fordert Privatgrundstücke als öffentliche Badeplätze. Die SP fordert und fordert und fordert. Wann ist endlich Schluss mit der SP? Erwacht, Leute die Arbeiten.

Eidgenossin

26.05.2020, 16:35

@Martial2 Ich bin ganz Ihrer Meinung, viele Leute sind so als hätte es nie eine Pandemie gegeben.......einfach nur dumm solche Menschen!!!

Eidgenossin

26.05.2020, 16:31

Schafft ALLE Ausländer aus sowie die Grenzgänger, dann hatts wieder überall Platz in der Schweiz!