Aktualisiert 26.08.2012 16:32

«Tatort»Luzerner wehren sich gegen deutsche Kritik

«Tatort»-Erfinder Gunther Witte kritisiert die Luzerner «Tatort»-Folgen. In Luzern hingegen zieht man positive Bilanz.

von
Gianni Walther
Niederschmetternd: Kommissar Flückiger (Stefan Gubser) und Yvonne Veitli (Sabina Schneebeli) am Fundort des ermordeten Benjamin Gross

Niederschmetternd: Kommissar Flückiger (Stefan Gubser) und Yvonne Veitli (Sabina Schneebeli) am Fundort des ermordeten Benjamin Gross

«Tatort»-Erfinder Gunther Witte (76) kritisiert die Schweizer Tatort-Produktionen scharf. «Wenn die Schweizer nicht selbst kapitulieren, sollten sie versuchen, es besser zu machen», sagte Witte gestern in der «Bild am Sonntag».

Schon die ersten beiden Luzerner «Tatort»-Folgen hatten Kritik erhalten: Als «klischeehaft und kompliziert erzählt» wird die erste Episode von der «Bild am Sonntag» gerügt. Die zweite Folge sei langatmig inszeniert und die Dialoge ranzig, kritisierte die «Süddeutsche Zeitung» online. Witte fordert gar «Entwicklungshilfe aus Deutschland» für die Schweizer Tatort-Macher.

Die dritte Episode «Hanglage mit Aussicht», die am Sonntag ausgestrahlt wurde, sei ein «müdes Trauerspiel», schreibt die «BamS.»

In Luzern wehrt man sich: «Der letzte Tatort ‹Skalpell› war sehr gut», sagt Niklaus Zeier, Chef Kommunikation der Stadt Luzern. Das Bild der Stadt werde durch die Kritiken nicht getrübt: «Wir hatten bisher keine negativen Auswirkungen», so Zeier.

Auch bei Luzern Tourismus nimmt man die Kritik gelassen. «Mir hat der 'Tatort' gut gefallen», sagt Sibylle Gerardi von Luzern Tourismus. So werde die Stadt bekannter und die Region Luzern- und Vierwaldstättersee ziehe zusätzliche Feriengäste an. «Es hat auch sehr schöne Bilder – fast ein touristischer Werbefilm», so Gerardi weiter.

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