Aktualisiert 30.06.2009 19:01

ProtestLuzerner zieht sich aus, um Stierkämpfe zu verhindern

Mit nackter Haut will der Luzerner Philipp Heinzer am Sonntag in Spanien gegen Stierkämpfe protestieren.

von
Anne-Käthi Kremer

Nächste Woche beginnen im spanischen Pamplona die traditionellen Stierrennen und -kämpfe. Der Luzerner Phi­lipp Heinzer wird mit den Tierrechtsorganisationen Peta und AnimaNaturalis vor Ort gegen das Festival protestieren. «Tiere werden gequält und abgeschlachtet, nur um die Leute zu unterhalten», sagt Heinzer, «das ist eine Grausamkeit sondergleichen.»

Er nimmt zum ersten Mal an der Demonstration im Vorfeld der Stierkämpfe teil. Mit über 100 weiteren Aktivisten aus der ganzen Welt wird er halbnackt und durchbohrt von Banderillas – den typischen Quäl-Waffen der Stierkämpfer – gegen die Wettkämpfe protestieren. «Wenn ich dank dieser Aktion auf die Tierquälerei aufmerksam machen und den Tieren eine Stimme geben kann, zeige ich gerne Haut», so der 32-Jährige. Die Demonstranten würden ihre Körper blutrot bemalen und sich auf der Plaza Consistorial vor das Stadion legen.

Für die Aktion opfert der Sachbearbeiter zwei Ferien­tage. «Ich wurde von Peta als Schweizer Vertreter zur Teilnahme angefragt, da ist es für mich Ehrensache, zu gehen», sagt Heinzer, der auch für den Tierschutzbund Innerschweiz aktiv ist.

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