M-Budget ist ein Renner – besonders in Krisenzeiten
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M-Budget ist ein Renner – besonders in Krisenzeiten

Die M-Budget-Linie der Migros ist nicht nur Kult – sie ist vor allem ein krisenresistentes Geschäft: Je angespannter die Wirtschaftslage, desto höher die Umsätze.

Ein Pack Hörnli für 1.40 Franken oder 4 Knackwürste für 2.30 Franken – die Nachfrage nach preiswerten Artikeln mit dem M-Budget-Label nimmt stetig zu. Was 1996 mit einer grün verpackten Schokolade begann und bei trendbewussten Jungen längst Kultstatus erreicht hat, hat sich zu einer umfassenden Linie mit 165 Artikeln entwickelt. Dieser Tage kommen 33 weitere hinzu.

Seit 2001 widerspiegelt der anhaltende Erfolg des Billig-Labels den Niedergang der schweizerischen Konjunktur: Lag der Umsatz im wirtschaftlich relativ guten Jahr 2001 noch bei 199 Millionen, stieg er 2002 – als sich die Lage verschlechterte – auf 206 Millionen und erreichte im Krisenjahr 2003 satte 210 Millionen Franken: Wenn die Migros-Kunden auf ihren Geldbeutel achten müssen, kaufen sie mit Vorliebe Artikel in Grün. Zu den Bestsellern 2003 gehört M-Budget Mineralwasser: Um 40 Prozent stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Beim deutlich teureren Schwesterprodukt Aproz legten die Verkäufe hingegen nur um 2 Prozent zu. Doch nicht alles, was grün verpackt ist, findet Anklang: Toiletten-Seife und Aprikosenkonfi werden Migros-intern M-Budget-Penner genannt.

Franco Tonozzi

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