Macaco: «Der Vergleich mit Manu Chao ist Bullshit»
Aktualisiert

Macaco: «Der Vergleich mit Manu Chao ist Bullshit»

Der spanische Strassenmusiker Macaco will mit seinem Latin-Album «Ingravitto» die weltweiten Charts erobern. Heute Abend spielt er an der WM-Party im Zürcher Bernhard-Theater.

Auf deiner Tour spielst du mit Musikern aus verschiedensten Ländern. Wie kommt das?

Macaco: Ich wuchs in

Barcelona in einer Multikulti-Gegend auf. Musik hat uns alle zusammengeführt.

Du wirst oft mit Manu Chao verglichen. Was hältst du davon?

Macaco: Das ist Bullshit. Wir machen ganz andere Dinge, er ist viel kommerzieller.

Ihr seid aber beide politisch engagiert. Was beschäftigt dich zurzeit am meisten?

Macaco: Die Gier und Unzufriedenheit der Menschen. Man sollte viel mehr mit dem Herzen denken. Aber auch in meiner Heimatstadt Barcelona passt mir vieles nicht.

Zum Beispiel?

Macaco: Barcelona wird immer mehr zur Trendstadt. Die Regierung tut alles dafür. Unerwünschte Ausländer und Prostituierte werden aus der Stadt geworfen, gleichzeitig wird immer wieder betont, wie multikulturell Barcelona sei. Uns verbieten sie sogar, auf der Strasse zu spielen. Das ist eine Frechheit.

In der Schweiz spielst du im Rahmen der WM. Interessierst du dich für Fussball?

Macaco: Ich bin kein Fanatiker, aber ich finde es toll, wie Fussball Völker verbindet. Man muss nicht reich sein, um Fussball zu spielen, das ist grossartig. Trotzdem, heute gilt: Viva España!

David Cappellini

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