Martin Andermatt: «Mache meinen Job, solange es mich braucht»

Aktualisiert

Martin Andermatt«Mache meinen Job, solange es mich braucht»

Gehen bei der AC Bellinzona bald die Lichter aus? Trainer Martin Andermatt erfuhr aus den Medien über den drohenden Konkurs.

von
Andy Huber

Nur kurz nachdem die Swiss Football League die AC Bellinzona am Donnerstag mit einem Punkteabzug wegen Verstössen gegen das Lizenzreglement (fehlende Bestätigung für Zahlung der Löhne) belegt hatte, deponierten Tuto Rossi, der juristische Vertreter des Klubs, und Revisor Claudio Fontana die Bilanz. Wie gehts weiter? Der zuständige Richter wird nun das Konkursverfahren eröffnen. Es sei denn, er sieht die Möglichkeit, dass sich der marode Verein mit den Gläubigern auf einen Nachlassvertrag einigt. Die dritte Möglichkeit wäre, dass ein Investor die Schuldenlast von über vier Millionen Franken von Präsident Gabriele Giulini übernimmt.

Der Konkurs scheint aber momentan wahrscheinlicher als eine Sanierung. Zumal sich Giulini mit den ehemaligen Klub-Bossen Luca Zorzi, Carlo Delco und Andrea Rege Colet sowie Sponsoren und Investoren getroffen hatte. Erfolglos, wie «ticinonews» berichtete. «Ich bin kein Buchhalter oder Finanzexperte», betonte Martin Andermatt am Donnerstag gegenüber 20 Minuten, der von den Bad News über die Medien erfuhr: «Ich bin immer noch Trainer. Also werde ich meinen Job solange machen, wie es mich hier braucht.»

Die Teppichetage der Tessiner hat sich offenbar ein «silenzio stampa» bis 15. April verordnet. Dann ist die Anhörung vor dem Konkursrichter geplant. Einen Tag zuvor findet die Abstimmung über den Bau des neuen Stadions in Arbedo-Castone statt. Geht das Projekt vor der Urne bachab, heisst es wohl Lichterlöschen beim 1902 gegründeten Klub. Weil sich dann allfällige Sponsoren endgültig abwenden würden.

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