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Olympia-SplitterMachen diese vier Jungs ihren Trainer nass?

Während des Snowboard-Medientreffs im House of Switzerland inspizierte Halfpipe-Cheftrainer Marco Bruni den Landungssteg und das Wasser des False Creek. Er machte dabei ein kühles Versprechen.

Markus Keller, Iouri Podladtchikov, Sergio Berger und Christian Haller: Gelingt ihnen der Doppelsieg, wird Trainer Bruni nass.

Markus Keller, Iouri Podladtchikov, Sergio Berger und Christian Haller: Gelingt ihnen der Doppelsieg, wird Trainer Bruni nass.

Im Falle eines Schweizer Doppelsieges bei den Männern, so sein Versprechen, wird er sich bei der Medaillenfeier ins eiskalte Nass stürzen.

Grosszügigkeit unter Schweizern

Eine grosszügige Geste erlebte Eiskunstlauftrainer Peter Grütter. Weil er ein neues Brillenband benötigte, suchte er einen Optiker in der Nähe des olympischen Dorfes auf. Es dauerte nicht lange, bis sich herausstellte, dass der Geschäftsinhaber ein ausgewanderter Schweizer ist. Dem Optiker war es eine Ehre, seinen Landsmann unentgeltlich zu bedienen.

Podladtchikovs Fotokamera begehrt

Iouri Podladtchikov fotografiert leidenschaftlich gern. Jeden Schritt und Tritt in Vancouver hält der Star-Boarder mit seiner ultra-modernen Fotokamera fest. Für das über 12 000 Franken teure Liebhaberstück interessierte sich bei einem Medientermin sogar ein Profi-Fotograf. Podladtchikov lehnte das Tauschangebot lächelnd ab: «Das ist der Lamborghini der Foto-Apparate. Den gebe ich nicht her.»

Bezinas Frust

Goran Bezina flog am Montag frustriert in die Schweiz zurück. Noch nach dem Sonntagtraining hatte der Hüne des HC Genève- Servette fix mit seiner Olympia-Teilnahme gerechnet. Bezina: «Als die Wirkung der schmerzstillenden Spritze aber nachliess, wurden die Schmerzen einfach zu gross. Es ging nicht.»

Granville-Street-Karneval

Die wahre «Olympic Lane» befindet sich an der teilgesperrten «Granville Street». Mitten in Vancouver Downtown flanieren und feiern während 24 Stunden massenhaft kanadische Olympia-Bummler. Gaukler und Künstler laden zum wilden Tanz. In zig Bars fliesst der Gerstensaft pausenlos.

Das «Ir(r)en-Haus»

Lärmklagen trafen bei der Polizei schon am ersten Abend nach der Eröffnung des «House of Ireland» ein. Im Gegensatz zum gediegenen Hafen-Restaurant der Schweizer setzen die Iren in ihrem riesigen Zelt in der Stadt auf eher derbe Unterhaltung und rauschende Musik-Partys.

Flaschenwurf unter Asiaten

Angebliche Spionage aus dem gegnerischen Lager hat den südkoreanischen Shorttrack-Cheftrainer zur Raserei gebracht. Als ein chinesischer Betreuer im Pacific Coliseum von Vancouver das Training der Koreaner filmte, rastete Choi Guang-Bok aus und bewarf den Kiebitz mit vollen Wasserflaschen. «Schluss damit! Aufhören!», rief Choi, der auf der Eisfläche stand. Als der Chinese keine Anstalten machte, die Aufnahme zu stoppen, deckte Choi ihn mit einem Hagel von Wurfgeschossen ein, traf aber nur die leeren Sitzreihen.

(si)

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