Zürich - «Machen uns Sorgen» – ÖV-Betriebe planen Ernstfall wegen Omikron
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Zürich«Machen uns Sorgen» – ÖV-Betriebe planen Ernstfall wegen Omikron

Omikron macht den ÖV-Betrieben in der Region Zürich zu schaffen. Die Folge sind Notfallpläne und angepasste Fahrpläne.

von
Shila Ochsner
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Coronabedingter Personalausfall führte in Winterthur zur Einstellung sowie zu Taktreduktionen vereinzelter Buslinien.

Coronabedingter Personalausfall führte in Winterthur zur Einstellung sowie zu Taktreduktionen vereinzelter Buslinien.

Stadtbus Winterthur
Noch bis am 1. Januar fährt Stadtbus Winterthur mit einem angepassten Fahrplan.

Noch bis am 1. Januar fährt Stadtbus Winterthur mit einem angepassten Fahrplan.

20min/Sonja Mulitze
Auch Stadtbus Winterthur musste die Fahrpläne anpassen. 

Auch Stadtbus Winterthur musste die Fahrpläne anpassen.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Steigende Corona-Fallzahlen haben bereits zu reduzierten Fahrplänen beim Zürcher ÖV geführt.

  • Mit Omikron könnte sich die Situation verschärften.

Wie sich die neue Omikron-Variante auf die Zürcher ÖV-Betriebe auswirken wird, ist unklar. «Die Entwicklung bezüglich der steigenden Fallzahlen macht uns Sorgen», sagt Michael Poysden, Sprecher bei Stadtbus Winterthur. Zurzeit werden verschiedene Szenarien vorbereitet, dazu gehört auch die Ausarbeitung eines Stufenplans. Darin werde festgehalten, welche Massnahmen bei einer gewissen Anzahl von krankheitsbedingten Ausfällen durchgeführt werden.

«Wir wollen vorbereitet sein», sagt Posyden. Ab Januar werde man deshalb monatlich zusätzliche Fahrdienstmitarbeitende ausbilden lassen. «Zudem dürfen wir bei Ausfällen auf die Unterstützung von ehemaligen Mitarbeitenden und frühzeitig pensionierten Chauffeurinnen und Chauffeuren zählen.»

Noch bis am 1. Januar fährt Stadtbus Winterthur mit einem angepassten Fahrplan. Danach wird wieder das komplette Angebot fahren. Der Grund: Die personelle Situation hat sich nach coronabedingten Ausfällen in den letzten Wochen leicht entspannt.

«Wir sind daran, einen Notfallplan zu erstellen»

Auch bei Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland AG (ZVO) ist man zurzeit daran, einen Notfallplan zu erstellen. «Wir sind in der glücklichen Lage, momentan keine Anpassungen vornehmen zu müssen und hoffen, dass das so bleibt», sagt René Bauert, Mitglied der Geschäftsleitung, gegenüber 20 Minuten.

Laut der Aargau Verkehr AG (AVA) verfügt man zurzeit über ausreichend Fahrpersonal. Mögliche Personalausfälle seien in der Einsatzplanung bis zu einem bestimmten Grad einkalkuliert. «Sollte diese Reserveschwelle überschritten werden, können wir kurzfristig auf ausgebildete Mitarbeitende, die primär in anderen Funktionen tätig sind, zurückgreifen», sagt Sprecher Michael Briner. Für AVA das schlimmste Szenario: die Reduktion des Fahrplans. «Dieser Schritt kommt für uns aber erst in Frage, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.»

«Unser spezialisiertes Personal kann nicht ersetzt werden»

Wegen coronabedingten Personalausfällen fährt die Sihltal-Zürich-Üetliberg-Bahn (SZU) bis voraussichtlich am 7. Januar mit reduziertem Fahrplan. «Unser spezialisiertes Personal kann nicht ersetzt werden», sagt Marcel Geser, Bereichsleiter Markt der SZU, gegenüber der «NZZ». Sollten sich die Personalausfälle noch mehr häufen, müsste das Angebot weiter eingeschränkt werden, so Geser.

Bei den Zürcher Verkehrsbetrieben (VBZ) beobachte seit fast zwei Jahren ein Einsatzstab die Situation systematisch. «Wir haben einen Pandemieplan, der je nach Lage verschiedene Massnahmen vorsieht», sagt die Vizedirektorin Silvia Behofsits gegenüber der «NZZ».

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