Südspanien: Mann greift mit Machete Gläubige an – ein Toter, vier Verletzte

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SüdspanienMann greift mit Machete Gläubige an – ein Toter, vier Verletzte

Ein Mann geht in zwei Kirchen im andalusischen Algeciras mit einer Machete auf Menschen los, auf einem Platz vor einem der Gotteshäuser tötet er einen Messdiener, ein Priester wird schwer verletzt. Ein Ermittlungsrichter prüft einen Terrorverdacht.

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Untersuchung zu einem möglichen Terrorakt eingeleitet: Ermittler stehen neben dem getöteten Messdiener. (25. Januar 2023)

Untersuchung zu einem möglichen Terrorakt eingeleitet: Ermittler stehen neben dem getöteten Messdiener. (25. Januar 2023)

AFP/Stringer
Die Polizei sperrt den Tatort in Algeciras ab.

Die Polizei sperrt den Tatort in Algeciras ab.

AFP/Stringer
Ein Kirchendiener wurde bei dem Machetenangriff getötet. Videoaufnahmen zeigen, wie ein Tatverdächtiger abgeführt wird.

Ein Kirchendiener wurde bei dem Machetenangriff getötet. Videoaufnahmen zeigen, wie ein Tatverdächtiger abgeführt wird.

Twitter/Radio Algeciras 

Darum gehts

  • Ein Mann hat in Südspanien in zwei Kirchen die Menschen mit einer Machete angegriffen.

  • Ein Messdiener wurde dabei getötet.

  • Der mutmassliche Angreifer konnte festgenommen werden.

Ein Mann hat in zwei Kirchen im südspanischen Algeciras nach Behördenangaben am Mittwoch das Personal mit einer Machete angegriffen und einen Messdiener getötet. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, darunter ein Priester, berichteten lokale Medien. Nach Angaben des Innenministeriums wurde der mutmassliche Angreifer festgenommen. Er sei nun im Gewahrsam der Nationalpolizei. Ein Ermittlungsrichter leitete eine Untersuchung zu einem möglichen Terrorakt ein.

Gegen 19.00 Uhr sei der Verdächtige mit einer Machete zunächst in die Kirche San Isidro gegangen, wo er einen Priester attackiert und schwer verletzt habe, teilte das Innenministerium mit. Der mutmassliche Angreifer sei daraufhin zu einer anderen Kirche in der Nähe gelaufen, der Nuestra Señora de La Palma, wo es zu einer Konfrontation mit dem Messdiener gekommen sei.

Messdiener stellt sich Täter entgegen

Der Messdiener sei ins Freie geflüchtet, wo der Verdächtige ihm auf einem Platz tödliche Verletzungen mit der Machete zugefügt habe, hiess es. Nach der Festnahme des Mannes habe die Polizei Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe der Bluttaten aufzuklären. Weitere Details, etwa zum Motiv des Verdächtigen, gab es zunächst nicht.

Der Generalsekretär der spanischen Bischofskonferenz, Francisco García, schrieb auf Twitter, er habe die Nachricht vom Zwischenfall in Algeciras mit grossem Kummer aufgenommen. «Dies sind traurige Momente des Leidens, wir sind geeint durch den Schmerz der Familien der Opfer und der Diözese von Cádiz.

Das Rathaus der Stadt in Andalusien ordnete eine eintägige Trauer an, die Flaggen sollen auf halbmast gesetzt werden. «Wir sind alle fassungslos über diese Taten, die uns mit Kummer erfüllt haben», erklärte Bürgermeister José Landaluce. «Algeciras ist immer eine Stadt gewesen, in der Eintracht und Toleranz regieren, ungeachtet Vorfällen wie diesen, die ein Bild schaffen, das nicht der Realität entspricht.»

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez kondolierte ebenfalls. Er richte den Angehörigen des Messdieners, der bei dem Angriff in Algeciras getötet wurde, sein aufrichtiges Beileid aus, twitterte Sánchez. Den Verletzten wünsche er schnelle Genesung.

Algeciras liegt in der Nähe der Südspitze Spaniens und gegenüber einer Bucht von Gibraltar. Die Stadt hat einen wichtigen Hafen mit Fährverbindungen nach Nordafrika. 

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(DPA/AFP/bre/chk)

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