Zweiter Titel nach 1998 - Dank einem doppelten Hofmann – der EVZ ist Schweizer Meister!

Zweiter Titel nach 1998Dank einem doppelten Hofmann – der EVZ ist Schweizer Meister!

Der EV Zug gewinnt die Finalserie gegen Servette 3:0. Die Zuger feiern damit den zweiten Meistertitel in der Club-Historie.

von
Adrian Hunziker
Darius Herzog

Hofmann trifft zum zweiten Mal

Hofmann zündet den Turbo und markiert das 2:1. (Video: SRF)

Der EV Zug schlägt Genf-Servette im dritten Duell gleich mit 5:1 und entscheidet damit die Best-of-5-Serie mit einem deutlichen 3:0 für sich. Es ist nach 23 Jahren der zweite Meistertitel für die Zentralschweizer.

Der EV Zug und Genf-Servette HC schenken sich auch im dritten Finalduell ab der ersten Minute nichts und entsprechend präsentiert sich das erste Drittel über weite Strecken sehr eng und umkämpft. Was jedoch die offensive Zone betrifft, zeigt sich das Heimteam deutlich engagierter. Die Zuger können sich die eine oder andere gute Möglichkeit erspielen, doch Diaz, Klingberg & Co. kommen nicht am wachsamen Daniel Manzato vorbei. Auf der Gegenseite verbringt Zugs Goalie Leonardo Genoni lange Zeit ein sehr geruhsames Startdrittel. Nur einmal im Powerplay wird es ganz knapp, als Eric Fehr eine Winnik-Vorlage nicht verwerten kann. Wie bereits in den ersten beiden Duellen endet somit auch im dritten Spiel das Startdrittel torlos.

Der Start ins Mitteldrittel gelingt dem EV Zug besser, der nach vier Minuten schliesslich mit 1:0 in Führung geht. Nach einem Zusammenspiel zwischen Kovar und Simion kommt Gregory Hofmann vor dem Gästegehäuse freistehend zur Chance. Gleich dreimal darf sich der Torjäger sogar versuchen, ehe es hinter Manzato einschlägt. Eine unmittelbare Genfer Reaktion auf das Gegentor bleibt zwar aus, aber zunehmend kommen die Gäste in der Folge besser ins Spiel, auch, weil der EVZ immer passiver wird. Trotz mehrerer kleiner Druckphasen von Genf-Servette wird es vor Genoni aber nie wirklich gefährlich. Dann aber führt das dritte Powerplay zum Erfolg und zum Ausgleich durch einen leicht abgelenkten Tömmernes-Schuss.

Zuger Doppelschlag als Knackpunkt im dritten Duell

Das letzte Drittel verläuft zunächst lange Zeit sehr gemächlich, wobei der EV Zug nach wie vor passiv agiert und auch nicht von einem weiteren Powerplay profitieren kann, das ereignislos bleibt. Auf der anderen Seite bleibt Genf-Servette aufsässig und verzeichnet durch Fehr eine gute Chance. Rund zehn Minuten vor Schluss, als es gerade richtig in die heisse Schlussphase zu gehen schien, überschlagen sich schliesslich die Ereignisse. Erst trifft Hofmann sehenswert zum zweiten Mal, wenige Sekunden später nutzen die Zuger ein Powerplay nach nur fünf Sekunden aus – Klingberg lenkt einen Diaz-Schuss ins Netz.

Wirklich eng wird es in der Folge nicht mehr, weil Genf-Servette noch weitere Strafen sammelt. Die Tore von Yannick-Lennart Albrecht, nach genialer Vorarbeit von Klingberg, und jenes von Simion ins leere Tor, sind nur noch Zugabe. Am Schluss fällt das Resultat mit 5:1 und auch die Serie mit 3:0 sicherlich zu deutlich aus, denn so einseitig war die Serie keineswegs. Die beiden Kontrahenten bewegten sich über die ganze Serie weitgehend auf Augenhöhe. (dhe)

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Freitag, 07.05.2021

Danke für das Interesse und bis nächste Saison

Emotionen nach dem grossen Triumph

Das lange Warten hat ein Ende

Der EV Zug ist Schweizer Eishockey-Meister!

60' Das Spiel ist aus und wir haben einen neuen Schweizer Eishockey-Meister! Der EV Zug holt sich den Titel zum insgesamt zweiten Mal und zum ersten Mal seit 23 Jahren!

Toooor für den EV Zug! 5:1

60' Ein sozusagen automatisches Tor für den EV Zug wenige Sekunden vor Schluss! Simion heisst der Torschütze! Er läuft alleine auf das leere Tor zu, Genf-Topscorer Tömmernes wirft seinen Stock dazwischen. Das ergibt ein automatisches Tor.

TOOOOOR FÜR DEN EVZ! Wohl die Entscheidung!

57' Tor für den EV Zug! Die Strafe läuft gerade ab und dann schlägt es noch ein viertes Mal ein bei Manzato. Dank einem Geniestreich von Klingberg, der per Backhand Kollege Albrecht vor dem Tor findet. Dieser muss eigentlich nur noch den Stock hinhalten und drin ist die Scheibe. Das dürfte die Entscheidung sein um den Meisterkampf!

Albrecht mit dem 4:1

Der EVZ schiesst das 4:1. (Video: SRF)

Titel rückt für EVZ immer näher

56' Der Meistertitel rückt immer näher für den EV Zug, denn es wird sehr schwierig für Genf-Servette. Die Zuger dürfen momentan Powerplay spielen. Danach bleiben den Genfern noch rund drei Minuten für mindestens zwei Tore. Mal sehen, was passiert.

Was kommt noch von Genf-Servette?

53' Während die EVZ-Fans im Stadion bereits erste Siegeshymnen anstimmen, stellt sich die Frage, was noch vom Gegner kommt. Die Gäste wurden in dieser kurzen Zeit gerade etwas überfahren. Jetzt ist aber wieder 5-gegen-5 und Genf wird nochmals alles in die Waagschale werfen.

EVZ weiter im Powerplay und am Drücker

51' Winnik kassierte eine zwei-plus-zwei-Minuten-Strafe. Heisst, die Zuger dürfen nach dem 3:1 weiterhin im Powerplay agieren und spielen sich in einen regelrechten Rausch. Gleich mehrmals wird es brenzlig vor Manzato.

Toooor für den EV Zug – Doppelschlag!

49' Erneut Tor für den EVZ! Die Ereignisse überschlagen sich jetzt – und wie! Powerplay für das Heimteam. Bully, Schuss Diaz von der blauen Linie und vor dem Tor befördert Klingberg die Scheibe in den Kasten. Das ging mal ganz fix!

Klingberg erzielt das 3:1

Ist das das entscheidende Tor? (Video: SRF)

Toooooooor für den EVZ

49' Tor für den EV Zug! In den letzten Minuten tut sich nichts, das Spiel wirkt bisweilen fast etwas schläfrig. Dann diese Aktion, die möglicherweise alles entscheiden kann! Einen Befreiungsschlag kann sich der schnelle Gregory Hofmann ersprinten, Karrer hat keine Chance gegen ihn. Alleine vor dem Tor kann der Zuger Stürmer auch noch Manzato sehenswert bezwingen. Drittes Hofmann-Tor in diesem Playoff Final.

Hofmann trifft zum zweiten Mal

Hofmann zündet den Turbo und markiert das 2:1. (Video: SRF)

Carl Klingberg scheitert zweimal

46' Auf der Gegenseite kommt Zugs Schwede Carl Klingberg dem 2:1 zweimal nahe. Das erste Mal sogar besonders nahe, als er zentral vor dem Tor den Puck vorbeispitzelt. Den Zugern fehlt natürlich nach wie vor Center Jan Kovar, der Tscheche dürfte aber bald zurückkehren.

Fehr scheitert an Genoni

44' Der routinierte Kanadier hat eigentlich noch etwas gut zu machen, avancierte er doch im letzten Spiel zum Pechvogel. Nun kriegt Eric Fehr die Chance, die Grenats in Führung zu bringen. Aber Genoni ist zur Stelle, kann Schlimmeres verhindern.

EVZ verpasst Powerplay-Chance

43' Eigentlich eine ideale Gelegenheit für die Hausherren, zu Beginn in Überzahl in Führung zu gehen. Aber erneut wird es nicht wirklich gefährlich bei diesem Powerplay der Zuger. Andererseits machen es die Gäste aus Genf natürlich nicht schlecht im Boxplay.

EVZ-Fan fragt sich ob Schiri-Entscheidungen

Kurz vor Ende des zweiten Drittels kriegte EVZ-Center Jan Kovar wegen eines Bandenchecks eine Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe aufgebrummt. Nicht alle sind damit einverstanden …

Weiter gehts – ins letzte Drittel dieser Saison?

41' Dafür müsste der EV Zug dieses Drittel für sich entscheiden. Die ersten beiden endeten bekanntlich unentschieden.

Spannende Ausgangslage

Dann lasst uns mal die Fakten checken. Der EV Zug begann stark und ging nach vier Minuten im Mitteldrittel mit 1:0 in Führung. Torschütze Hofmann genoss dabei vor Manzato viele Freiheiten und konnte es gleich dreimal versuchen. Eine unmittelbare Genfer Reaktion auf das Gegentor blieb zwar aus, aber zunehmend kamen die Gäste besser ins Spiel und setzten die Zuger teils arg unter Druck – ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Dann im dritten Powerplay gelang der Ausgleich durch einen abgelenkten Tömmernes-Schuss. Wir sind weiterhin sehr gespannt.

Zweite Pause in der Bossard-Arena!

Tooooor für Genf-Servette!

39' Tor für die Gäste aus Genf durch Henrik Tömmernes. Und im Powerplay schlägts bei Leo Genoni ein. Topscorer Tömmernes kriegt die Scheibe und zieht von der blauen Linie per feinem Handgelenkschuss ab. Daniel Winnik hat wohl noch leicht abgelenkt, deshalb der Kanadier der offzielle Torschütze. 1:1-Ausgleich!

Servette schafft den Ausgleich

Tömmernes schiesst das Genfer 1:1. (Video: SRF)

Genf baut Druck auf – Zug setzt Nadelstiche

37' Die Gäste aus Genf sind immer wieder bemüht, Druck auf das gegnerische Tor aufzubauen, was ihnen zuweilen auch nicht schlecht gelingt. Nur die effektiven Torchancen fehlen. Auf der anderen Seite setzt Zug zu Kontern an und kann so nicht ungefährliche Nadelstiche setzen.

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