Aktualisiert 14.06.2008 17:06

POOTH-PLEITEMacht Konkurs glücklich?

Erst vor kurzem erzürnte Franjo Pooth seine Gläubiger als Bilder von seinen Luxus-Ferien in Dubai auftauchten. Und nun dieser fragwürdige Auftritt in München.

Der Mann, der da im edlen Anzug aus dem teuren BMW Z8 in Köln steigt, wirkt alles andere als verzweifelt, witzelt lachend mit einem Bekannten. Dabei handelt es sich um den Millionen-Pleitier Franjo Pooth, dem es nach seinem Flop mit der Elektronik-Firma «Maxfield» angeblich sehr schlecht gehen soll.

Auf den Bildern hingegen wirkt der 38-Jährige entspannt und guter Laune. Obwohl seine Ehefrau Verona Pooth vor kurzem erst in der Talkshow von Markus Lanz sagte: «Mein Mann hat viel abgenommen, er raucht sehr viel. Er ist einfach am Ende.» Sieht so ein Mann aus, der am Ende ist?

Dass er den edlen Sportwagen (120000 Euro, V8-Motor, 400 PS) fahren darf, hat seinen Grund: Er hat ihn seiner Gattin zur Hochzeit geschenkt. Und da die beiden Gütertrennung vereinbart haben, gehört der Wagen demnach Verona und nicht ihm, sprich, sie müssen ihn nicht hergeben. Aber mit so einem Auftritt wird sich Pooth bestimmt keine Freunde machen.

Bereits die Bilder von den gemeinsamen Ferien in Dubai, die ihn und seine Gattin beim genussvollen Planschen im Pool zeigten, stiessen auf erhebliche Kritik in der deutschen Medienwelt. Damals gab er sich noch einsichtig: Es sei «der Eindruck der Unbescheidenheit» aufgekommen, und das «muss ich mir sicherlich zurechnen lassen». Was er sich schlussendlich alles zu- oder anrechnen lassen muss, wird das Gericht entscheiden. Nächster Termin: der 23. Juni, in Düsseldorf. Dann muss Franjo sich wegen des Vorwurfs der Insolvenzverschleppung verantworten.

(tom)

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