Verwaltungsrat: Machtkampf bei der Post

Aktualisiert

VerwaltungsratMachtkampf bei der Post

Bei der Post ist Feuer im Dach: Der designierte neue Verwaltungsratspräsident Claude Béglé hat mit seinen Macht­ansprüchen die wichtigsten Exponenten der bisherigen Führung gegen sich aufgebracht. Laut verschiedenen unabhängigen Quellen hat Béglé beim gelben Riesen einen offenen Machtkampf in Gang gesetzt.

Das schreibt die «SonntagsZeitung» in ihrer heutigen Ausgabe. Béglé ist erst seit fünf Tagen offiziell bei der Post – er trat am letzten Mittwoch sein Amt als Verwaltungsrat an. Zum Präsidenten soll der 59-jährige Waadtländer im Frühling gewählt werden.

Trotzdem gehe Béglé schon seit Monaten am Berner Hauptsitz ein und aus und mische sich in sämtliche operative Fragen ein. Bei Postminister Moritz Leuenberger soll Béglé beantragt haben, man solle ihm neben dem Verwaltungsratspräsidium auch den Posten des Konzernchefs übertragen.

Der Ex-DHL-Chef möchte die ganze Macht, schlussfolgert die «SonntagsZeoitung». Und spekuliert, dass er auch den Lohn des Konzernchefs möchte. ­Dieser verdient rund drei Mal mehr als der Präsident, der für den 40-Prozent-Job 245 000 Franken kassiert.

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