Simbabwe: Machtteilung gestaltet sich schwierig

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SimbabweMachtteilung gestaltet sich schwierig

Die Gespräche über eine Teilung der Macht in Simbabwe sind nach Angaben der Regierungspartei vom Scheitern bedroht. Auslöser der neusten Krise sind öffentliche Äusserungen über den Verhandlungsstand aus den Reihen der Opposition.

Der Chefunterhändler der Partei ZANU-PF, Patrick Chinamasa, sagte am Mittwoch, Vertreter der Opposition verstiessen gegen den Geist der Vereinbarung, die eine Nachrichtensperre vorsehe. «Verhandlungen in der Öffentlichkeit werden dazu führen, dass die Verhandlungen scheitern.»

Im September hatten Präsident Robert Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai unter Vermittlung des damaligen südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki vereinbart, sich die Macht im Land zu teilen. Anschliessend gerieten die Gespräche über die Verteilung der Ministerämter aber ins Stocken.

Mugabes ZANU-PF hat erklärt, nur die Zuständigkeit für Polizei und Finanzen sei noch umstritten. Unterhändler der Opposition haben dies zurückgewiesen und erklärt, die Besetzung der meisten Kabinettsposten sei noch offen. (dapd)

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