Österreich – Machtwort von Nehammer – die Impfpflicht kommt wie geplant
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Österreich Machtwort von Nehammer – die Impfpflicht kommt wie geplant

Der österreichische Kanzler will den festgesetzten Termin des Impfobligatoriums für alle am 1. Februar durchboxen. Obwohl die zuständige Stelle gemeldet hatte, das dies technisch nicht möglich sei.

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Der österreichische Kanzler hat am Samstag klargemacht, dass die Impfpflicht per 1. Februar durchgesetzt werde. 

Der österreichische Kanzler hat am Samstag klargemacht, dass die Impfpflicht per 1. Februar durchgesetzt werde.

AFP
Er befindet sich derzeit in Heimquarantäne und gab von dort aus ein Fernseh-Interview.  

Er befindet sich derzeit in Heimquarantäne und gab von dort aus ein Fernseh-Interview.

AFP
Dies, weil er sich kürzlich mit dem Coronavirus infiziert hat.  

Dies, weil er sich kürzlich mit dem Coronavirus infiziert hat.

Reuters

Darum gehts

  • Österreich plant, dass ab 1. Februar die Corona-Impfung für alle obligatorisch sein wird.

  • Für die dafür zuständige Stelle ist der Termin zu kurzfristig. Sie wäre frühestens ab April bereit.

  • Der Kanzler will davon nichts wissen und macht deutlich, dass die Impfpflicht per Februar kommen werde.

Am Freitag wurde bekannt, dass knapp einen Monat vor dem Inkrafttreten der Impfpflicht in Österreich die Umsetzung dafür zu scheitern drohe. Denn die zuständige Stelle Elga sieht sich nicht in der Lage, am 1. Februar dafür bereit zu sein. Sie meldete konkret: Die Einführung mit Ziel Februar 2022 sei nicht möglich. Man werde «für die technische Umsetzung der Impfpflicht über das nationale Impfregister mindestens bis 1. April 2022 benötigen».

Ursprünglicher Zeitplan bleibt Zeitplan

Der Bundeskanzler machte nun am Samstag in einem Radiointerview klar, dass eine Verzögerung für ihn auf keinen Fall in Frage komme. In der Sendung «Journal zu Gast» sagte Nehammer, dass die Impfpflicht am 1. Februar in Österreich starten werde, komme was wolle: «Die Impfpflicht kommt.» Es gebe einen klar vorgegebenen Zeitplan für die Umsetzung; auch eine Verschiebung nach hinten werde es nicht geben.

«Es steht für mich ausser Frage, weil sie notwendig ist, um zu zeigen, dass das Impfen tatsächlich der Weg dafür ist, dass wir nicht ständig freiheitsbeschränkende Massnahmen brauchen.»

Nehammer wurde jüngst positiv auf Corona getestet und gab das Interview aus seiner Heimquarantäne. Er hat sich wohl über einen seiner Bodyguards angesteckt.

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(heute.at/pco)

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