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Präsident geohrfeigtMacron-Angreifer kommt heute vor Gericht

In einem Eilverfahren wird der 28-jährige Damien T. der französischen Staatsanwaltschaft vorgeführt. Ihm wird «ungesetzliche Gewalt gegen eine Autoritätsperson» zur Last gelegt.

«Nieder mit der Macronie»: Damien T. verpasst in Tain l’Hermitage Emmanuel Macron eine Ohrfeige.

«Nieder mit der Macronie»: Damien T. verpasst in Tain l’Hermitage Emmanuel Macron eine Ohrfeige.

Foto: Screenshot Twitter

Darum gehts

  • Während eines Wahlkampfauftritts in Südfrankreich wird der französische Präsident Emmanuel Macron von einem Mann geohrfeigt.

  • Dieser wird nun dem Richter vorgeführt.

  • Ihm wird der Einsatz «ungesetzlicher Gewalt gegen eine Autoritätsperson» zur Last gelegt.

Der Mann, der Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einer Reise nach Südfrankreich geohrfeigt hatte, erscheint bereits am Donnerstag vor Gericht. Damien T. werde am Donnerstagmorgen im Eilverfahren der Staatsanwaltschaft vorgeführt, erklärte der Staatsanwalt Alex Perrin am Mittwochabend. Dem 28-Jährigen werde der Einsatz «ungesetzlicher Gewalt gegen eine Autoritätsperson» zur Last gelegt.

T. hatte Macron bei dem Vorfall am Dienstag mit der rechten Hand ins Gesicht geschlagen, wie auf Handy-Aufnahmen des Vorfalls zu sehen war. Die Polizei nahm ihn kurze Zeit später gemeinsam mit seinem Begleiter fest. Ihr Gewahrsam wurde «zur Fortsetzung der Ermittlungen» verlängert, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Präsident spielt Vorfall herunter

Die Ohrfeige verbreitete sich rasch im Internet und beherrschte auch sofort die französischen Nachrichten. Bei Macrons politischen Verbündeten stiess sie ebenso wie bei seinen Gegnern auf Kritik. Der Präsident selbst spielte den Vorfall später herunter. Seiner Meinung nach handelte es sich um die einzelne Tat von «ultra-gewalttätigen Individuen». Derartige Leute dürften aber nicht die öffentliche Debatte bestimmen.

Knapp ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich ist Macron seit einigen Tagen auf «Tour de France». Bei der Rundreise will der 43-Jährige den Franzosen nach eigenen Worten «den Puls fühlen», um seine Chancen für eine Wiederwahl auszuloten. Der Vorfall ereignete sich gut zehn Tage vor Beginn der französischen Regionalwahlen, die als wichtiger Stimmungstest gelten.

(AFP/chk)

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