«Contraband»: Madcon am Puls der Zeit
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«Contraband»Madcon am Puls der Zeit

Angefangen hatte alles mit dem Track «Beggin'», der sich ganze 59 Wochen in der Hitparade halten konnte. Als klassisches One-Hit-Wonder abgestempelt, ergab sich dann für Tshawe Baqwa und Yosef Wolde-Mariam alias Madcon die Chance, die offizielle Hymne zum Eurovision Song Contest beizusteuern.

von
David Cappellini/Nik
Tshawe Baqwa und Yosef Wolde-Mariam bewegen sich wieder am Puls der Zeit. (Bild: Sony Music)

Tshawe Baqwa und Yosef Wolde-Mariam bewegen sich wieder am Puls der Zeit. (Bild: Sony Music)

Und zugegeben: «Glow» war ein sackstarker, wenn nicht gar perfekter Mainstream-Song, der die modernen Pop-Stilmittel brillant zu verbinden vermochte. Schade nur, dass die beiden Norweger den neuerlichen Hype diesmal um jeden Preis aufrechterhalten wollten und darum innert Kürze ein Album aufnahmen, das musikalisch zwar auf der Struktur von «Glow» basiert, aber dennoch nicht ganz ausgearbeitet scheint.

So dürfte «Contraband» – je nach Musikgeschmack – für die einen nicht viel mehr als einen ordentlichen Black-­Eyed-Peas-Abklatsch darstellen, für die anderen allerdings eine CD sein, die angesagten Elektropop mit Wohlfühl-Rap, Funk und Eurodance verbindet, sich deshalb am musikalischen Puls der Zeit bewegt und sowohl im Club als auch als Hintergrund-Berieselung funktioniert.

Angemerkt sei noch die Tatsache, dass sich zwar auch neue Tracks wie «Do

What You Do» mit R'n'B-Sänger Neyo oder «Helluva Nite» mit Rap-Star Ludacris zu Charthits entwickeln könnten – Madcon sich selber allerdings mit der Tatsache disqualifiziert haben, dass «Beggin'» schon zum zweiten Mal auf einem Album zu finden ist. Degradierung in Eigenregie – dank «Glow» diesmal zum Two-Hits-Wonder.

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