Feministinnen kämpfen: «Mademoiselle» soll verschwinden
Aktualisiert

Feministinnen kämpfen«Mademoiselle» soll verschwinden

Parallel zum deutschen «Fräulein» soll nun auch das französische «Mademoiselle» verschwinden. Der Ausdruck gebe zu viel Privates preis, reklamieren die Feministinnen.

Feministinnen haben eine Kampagne gegen die in Frankreich noch immer weit verbreitete Verwendung des Wortes «Mademoiselle» (auf Deutsch: Fräulein) gestartet.

Die Organisatorinnen fordern, die Unterscheidung zwischen «Madame» (verheiratete Frau) und Mademoiselle (ledige Frau) mit sofortiger Wirkung aufzuheben.

Der Titel «Mademoiselle» zwinge Frauen, Angaben über ihr Privatleben zu machen, die Männer nicht machen müssten. Er stehe für den Sexismus im Alltagsleben, argumentieren die Feministinnen. Sie fordern in der am Dienstag gestarteten Aktion unter anderem dazu auf, Protestschreiben an Parlamentarier und Regierungsmitglieder zu schicken.

In Frankreich ist es bis heute üblich, dass Frauen sich auf Behördenformularen oder beim Abschliessen von Verträgen als Madame oder Mademoiselle outen müssen. Eine gesetzliche Grundlage dafür gibt es allerdings nicht.

(sda)

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