Aktualisiert 31.12.2012 09:58

Beim Braten

Maden kriechen aus Luxus-Fleisch

Leserreporterin Petra S. machte beim Braten eines edlen Bison-Fleisches des Coop eine grausige Entdeckung. Plötzlich hat sie über 20 Maden in der Bratpfanne. Coop reagiert mit einem Verkaufsstopp.

von
bat

Noch immer ekelt sich Leserreporterin Petra S., wenn sie an gestern denkt. Weil ihr Sohn aus den USA sie über die Feiertage besucht, will sie dem Fleischliebhaber etwas ganz Besonderes bieten. Sie kauft deshalb im Coop in Chur zwei edle Canadian Bison Sirloin Steaks der Coop-Edelmarke Fine Food.

Bevor S. die Steaks zum Niedergaren in den Backofen gibt, brät sie das dickere der beiden Steaks zuerst in der Pfanne kurz an. Was sie dann nach zwei Minuten vorfindet, schockiert sie. «Aus dem Fleisch kamen überall Maden. Die purzelten dann in die Pfanne. Am Schluss lagen da sicher 30 Maden drin», sagt S. Die Leserreporterin hat sich bei diesem Anblick dermassen erschrocken, dass sie den Spritzschutz aus Papier auf die heisse Herdplatte fallen lässt. «Es gab eine grosse Stichflamme, wegen den Maden habe ich sogar fast das Haus abgefackelt.»

Lebensmittelinspektorat eingeschaltet

Petra S. packt anschliessend das Steak mitsamt den Maden in einen Beutel und friert alles ein - zur Beweissicherung. «Ich habe mich dann sofort beim Coop gemeldet und das Lebensmittelinspektorat eingeschaltet.» Denn S. will um jeden Preis verhindern, dass jemand anderem das gleiche passiert. «Das war bis jetzt das Ekligste, was ich in meinem Leben gesehen habe», so S. Sie kritisiert zudem, dass es in der Schweiz nirgends - schon gar nicht an Wochenenden - eine Stelle gibt, wo man eine solche Meldung machen und damit andere Konsumenten noch rechtzeitig warnen kann.

Der Vorfall hat S. den Appetit auf Fleisch gehörig verdorben. Eigentlich sollte es an Silvester Fondue Chinoise geben. «Aber darauf habe ich jetzt überhaupt keine Lust mehr.» In Zukunft werde sie zudem nur noch Fleisch vom Metzger kaufen, der das Fleisch von Schweizer Bauern bezieht.

Bei Coop reagiert man nach Konfrontation mit dem Vorfall durch 20 Minuten Online mit einem sofortigen Verkaufsstopp. «Wir werden mit dem Lieferanten unverzüglich alle nötigen Abklärungen treffen. Wir bedauern diesen Vorfall ausserordentlich und sichern der betroffenen Kundin vollste Kulanz zu», sagt Urs Meier, Mediensprecher von Coop. Man müsse nun das Fleisch untersuchen, um festzustellen, um was es sich genau bei den Fremdkörpern im Fleisch handle. Bis jetzt seien Coop keine weiteren Fälle bekannt. «Bei diesem Fleisch gab es bislang keine Beanstandungen», so Meier.

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