Milliardenbetrug: Madoff-Geschädigter nimmt sich das Leben

Aktualisiert

MilliardenbetrugMadoff-Geschädigter nimmt sich das Leben

Ein prominenter Fondsmanager, der im Zusammenhang mit dem Betrugsskandal um den US-Investor Bernard Madoff 1,4 Milliarden Dollar verlor, hat sich in seinem New Yorker Büro das Leben genommen.

Rene-Thierry Magon de la Villehuchet sei am Dienstag gegen 08.00 Uhr an seinem Schreibtisch sitzend tot aufgefunden worden, teilte Polizeisprecher Paul Browne mit. Beide Handgelenke des Toten waren dem Sprecher zufolge aufgeschnitten. Auf dem Boden lag ein Teppichmesser, und auf dem Schreibtisch befand sich ein Behältnis mit Schlaftabletten.

Wegen Verdachts auf massiven Betrug war der Investor Madoff in der vorvergangenen Woche festgenommen worden. Er soll Investoren, die ihr Geld bei ihm anlegten, hohe Renditen versprochen haben. Die Renditen wurden in einem Schneeballsystem mit Geldern neuer Anleger finanziert. Als Investoren im Zuge der Finanzkrise ihr Geld zurückhaben wollten, brach das System zusammen. US-Ermittler befürchten einen Schaden von bis zu 50 Milliarden Dollar. (dapd)

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